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Weblinks
SZ-Leserbrief zu “Vattenfall testet CO2-freies Kraftwerk”
Originalversion eines am 20.9.2008 in der Saarbrücker Zeitung veröffentlichten Leserbriefes unseres BUND-Aktivisten Dietrich Strohmaier:
Zu Ihrem Artikel “Vattenfall testet CO2-freies Kraftwerk” vom 9.9.2008 meine Meinung:
Möglicherweise wäre es eines Tages möglich, einen Teil des CO2 so zurückzuhalten wie es die Kraftwerkbetreiber verkünden. Doch wenn ich den technischen Aufwand sehe und den Mehrverbrauch an Energie frage ich mich: Und das soll billiger sein als alternative Energie aus Sonne, Wind und Biomasse?
Zukunftsfähig ist es sowieso nicht, weil die Kohle ausgehen wird. Das Tollhaus Energiesituation wird hier wieder deutlich: Anstatt, dass wir schon vor Jahrzehnten angefangen hätten, die alternativen Energien systematisch zu entwickeln, haben wir aus angeblichen Preisgründen darauf verzichtet und weiter auf fossile Energien gesetzt mit allen negativen Folgen.
Stattdessen steckten wir unser Geld in den Bergbau, in die Landwirtschaft, in den Konsum usw. und geben es zudem lieber den Saudis, Russen und anderen. Die Menschen scheinen jegliches Maß verloren zu haben. Sie träumen vom Biosprit, vom Wasserstoff und von den Erfindungen, die angeblich von den Großen in den Schubladen gehalten werden.
Das erinnert mich doch stark an den letzten Krieg als die Menschen bis zuletzt von den Wunderwaffen träumten, mit denen der Krieg doch noch gewonnen werden könnte. Am Ende steht dann doch irgendwann die Erkenntnis, dass man auch in der Energiefrage falsch taktiert hat.
Da passt es dann, wenn ein Bundeswirtschaftsminister kürzlich kleinlaut verkündete, er könne doch nichts an den Ölpreisen ändern. Eine Bankrotterklärung. Nach dem Krieg haben die Alliierten uns Deutschen die Waffen aus der Hand genommen. Ich sehe niemanden in der näheren Zukunft, der uns Menschen auf der ganzen Welt die Waffen gegen unsere Umwelt wegnehmen könnte.
Anmerkung des Leserbrief-Verfassers: Mir fällt auf, dass die Saarbrücker Zeitung die Hinweise auf Verbindungen zu den Vorgängen während der Nazizeit - in obigem Originaltext per Streichung hervorgehoben - stets aus meinen Briefen streicht. Wieso weiß ich nicht.
Dietrich Strohmaier