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Archive für 19.1.2009
Stellungnahme 2: Saarbahn, Herr Backes
19.1.2009 von Dietrich Strohmaier.
Herr Manfred Backes, Generalbevollmächtigter von Stadtbahn/Saarbahn,
antwortete auf unsere Stellungnahme zur “Fachtagung Verkehr in
Saarbrücken” wie folgt:
Sehr geehrter Herr Strohmaier,
ich empfehle Ihnen eine Lekture meines Kurzvortrages, den die IHK im Internet veröffentlicht hat. Sie werden dann feststellen, dass das von Ihnen angesprochene Thema Busspuren und LSA-Beschleunigung an zwei Stellen erwähnt wird. So verweise ich ausdrücklich darauf, dass die Einrichtung von Busspuren und LSA-Beschleunigungen im Jahr 1985 zu einer Verbesserung des ÖPNV in Saarbrücken geführt hat . Darüber hinaus wird das Thema unter der Überschrift weitere Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung von mir als Forderung an die Saarbrücker Politik angesprochen. Außerdem sollten Sie als ÖPNV-Nutzer wissen, dass für die Saarbahn (Schiene) an allen Kreuzungen eine Vorrangschaltung gegeben ist.
Mit freundlichen Grüßen ….
Hierauf antworteten wir wie folgt:
Sehr geehrter Herr Backes,
für Ihre Antwort auf unsere Stellungnahme danken wir Ihnen. Es stimmt was Sie geschrieben haben. Es gibt tatsächlich bereits Busspuren in SB. Das erscheint uns aber in Anbetracht der Bedeutung des ÖPNV für Saarbrücken und das Saarland einfach zu wenig. Sie sprachen vor allem über die Geschichte der Saartallinien. Kein Wort über die Möglichkeiten des ÖPNV zur Verbesserung der Lebensqualität, der Nachhaltigkeit, der Stadtentwicklung usw.. Klimawandel, CO2-Ausstoß und andere Nachteile des MIV kamen bei Ihrem Vortrag nicht vor. Und nun noch zu den Busspuren: Die sind von 1985 - das ist 24 Jahre her. Sie wissen doch selbst am besten wie oft Ihre Busse im Stau stehen und deshalb Verspätungen bekommen, Anschlüsse verpassen und dergleichen mehr. Es könnte noch vieles getan werden, um die Akzeptanz des ÖPNV zu erhöhen.
Von einer Vorrangschaltung für die Saarbahn habe ich jedenfalls noch nichts gemerkt. Die Saarbahnen müssen oft genug warten. Und warum gibt es eigentlich keine Vorrangschaltung für Busse? Von dem führenden Vertreter des ÖPNV-Fachunternehmens der LHS erwarten wir einfach mehr Einsatz und Überzeugungsarbeit. Wenn dann die Stadträte
anders entscheiden sollten: Sie hätten dann Ihre Arbeit gemacht.Mit freundlichen Grüßen
Dietrich A. Strohmaier
Sprecher des BUND Saarbrücken
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Stellungnahme 1: Landesbetrieb für Straßenbau, Dr. Hanke
19.1.2009 von Dietrich Strohmaier.
Herr Dr. Horst Hanke, Direktor des Landesbetriebs für Straßenbau,
antwortete auf unsere Stellungnahme zur “Fachtagung Verkehr in
Saarbrücken” wie folgt:
Sehr geehrter Herr Strohmeyer,
Vielen Dank für die Übermittlung Ihrer Einschätzung. Ihre Kritik an meinem Referat veranlaßt mich zu einer Ergänzung:
Neben den Projekten für den MIV in und um Saarbrücken, die ich in meinem Referat dargestellt habe, gibt es beim Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) auch intensive Arbeiten zur Förderung des Radverkehrs. Im Dezember 2008, genau einen Tag nach dem ADAC-Kolloquium, haben wir eine Initiative zum “Radverkehrsplan Saarland” gestartet. Im Rahmen dieser Initiative machen wir in enger Abstimmung mit den Kreisen und Kommunen eine saarlandweite Bestandsaufnahme des überörtlichen Radwegenetzes (Alltags- und Touristiknetz), detailliert mit Ausstattung und Zustandsbewertung. Auf dieser Basis entsteht dann eine strategische Planung für Netzergänzungen und -erweiterungen sowie Zustandsverbesserungen. Dieses Gesamtkonzept wird vsl. im Herbst 2009 vorliegen. Die Stadt Saarbrücken ist hierin, insbesondere auch über Herrn Teschner, eingebunden.
Ich habe dies in dem ADAC-Kolloquium deshalb nicht vorgetragen, weil dies den Rahmen meines Vortrages gesprengt hätte, der mir vorgegeben war, und dieses Thema Herrn Teschner vorbehalten war. Gleiches gilt übrigens auch für den ÖPNV, den Herr Backes vorgetragen hat. Der LfS ist schon seit einiger Zeit gemeinsam mit der Stadt Saarbrücken und der Saarbahn im VMS (Verkehrsmenagement Saar) aktiv, innerhalb dessen insbesondere auch die Optimierung der Verknüpfungen und der Abstimmung zwischen IV und ÖV vorangetreiben wird mit dem Ziel der Verlagerung von Verkehren auf den ÖV.Mit freundlichen Grüßen ….
Hierauf antworteten wir wie folgt:
Sehr geehrter Herr Dr. Hanke,
für Ihre Antwort auf unsere Stellungnahme danken wir Ihnen. Es freut uns sehr, dass das Land den Radverkehr fördern will und zudem noch Verkehr auf den ÖV verlagern will. Das begrüßen wir selbstverständlich. Ihrem Vortrag konnte ich das nicht entnehmen und die anderen genannten Referenten haben das auch nicht so deutlich vorgetragen.
Für uns wäre nun interessant zu wissen, in welchem Zeitraum Sie welche Verlagerungen anstreben. Hat es schon früher solche Bestrebungen gegeben und was ist aus diesen geworden? Wir würden einen solchen Weg gerne begleiten.
Nach unserer Kenntnis stehen im Vordergrund der Anstrengungen des Landes vor allem Straßenbau-Projekte wie Spange Ensdorf/Überherrn, die Südumgehung Riegelsberg, die A1-Verschwenkung usw. Diese Projekte werden eher noch mehr MIV produzieren. Auch beim ÖV sind die Anstrengungen eher schwach. Die Gelder, die das Land hierfür ausgibt, stammen vor allem aus Mitteln des Bundes. Sollten Ihnen hier andere Zahlen bekannt sein würden wir uns über eine derartige Information freuen.Mit freundlichen Grüßen
Dietrich A. Strohmaier
Sprecher des BUND Saarbrücken
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