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Archive für Oktober 2009
Abwrackprämie: Bekommt der Staat sein Geld?
13.10.2009 von Dietrich Strohmaier.
In der Saarbrücker Zeitung vom 02.10.09 hat ein Horst Müller aus Riegelsberg sich
zu meinem Leserbrief zur Abwrackprämie geäußert: Der Staat
bekäme doch sein Geld - was ich denn wolle. Er habe beim Neukauf seines
Autos über 3000 € Mwst bezahlt. Blieben dem Staat nach Abzug der
Abwrackprämie doch noch über 500 €. Ist doch erst mal nicht falsch, oder?
Dazu habe ich wie folgt Stellung genommen:
Herr Müllers Aussage (Der Staat nimmt auch beim mit der Abwrackprämie
geförderten Auto die Mehrwertsteuer ein) stimmt nur zum Teil. Er
übersieht die Folgen seines “Geschäftsmodells”: Anstatt rund 3000 € hat
der Staat nur 500 in der Kasse. Wenn man das grundsätzlich so machen
würde müsste die die Mehrwertsteuer (Mwst.) auf rund 100 % angehoben
werden. Wie hoch müsste die Mwst. steigen, um den auch von Herrn Müller
erhöhten Schuldenberg in absehbarer Zeit abzutragen? Ich - ein nur
radfahrender Steuerzahler - muss also doch dafür mit aufkommen. Ich
wundere mich, dass Herr Müller nicht selbst darauf gekommen ist. Er
hätte auch die anderen Argumente berücksichtigen können, etwa die
Gerechtigkeit. Hätten nicht die Beschäftigten in anderen Branchen auch
ein Recht auf Vorzugsbehandlung? Ist der Autowahn daran schuld, dass die
meisten Autofahrer das nicht wissen wollen? Ich vermute, dass dieser
Herrn Müller auch dazu bringt, meine Meinungsäußerung als Polemik
hinzustellen oder meine Rechenfähigkeiten anzuzweifeln.
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