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Archive für 11.11.2009
Gleichgültig ob viel oder wenig CO2?
11.11.2009 von Dietrich Strohmaier.
Es ist unanständig, seinen Mitmenschen zu verletzen. Wenn aber die meisten Verbraucher die Lebensbedingungen aller zerstören, müsste die Gesellschaft dagegen etwas tun. Andernfalls wäre sie unheibar (?) erkrankt.
Der Klimawandel schädigt uns alle. Das Bundesumweltamt schätzt die Schäden für Deutschland auf etwa 42 Mrd. € pro Jahr. Die Furcht sitzt tief, sonst würden sich nicht weltweit viele Menschen und Regierungen damit befassen. Alle hoffen, dass bei einer Erhöhung der Durchschnittstemperatur um nur 2 Grad Celsius unser Biosystem auf der Erde nicht umkippt. Tatsächlich haben wir davon schon ca. 1,25 Grad verbraucht – je nach Bezugspunkt. Möglicherweise ist es schon zu spät, wie wir am Rückgang des Eises auf der Erde heute schon deutlich sehen können.
Einen Ausstoß von 2-3 Tonnen (t) pro Mensch und Jahr könnte die Erde vielleicht vertragen. Wir in Deutschland erzeugen aber 11t, im Saarland gar 20t. Es sollte also im Interesse aller sein, den Ausstoß zu senken. Dieser Aspekt müsste eigentlich Vorrang auch vor wirtschaftlichen Erwägungen haben. Wenn die Lebensbedingungen zerstört sind, nützen auch keine Arbeitsplätze mehr.
Deshalb kann es der Gesellschaft nicht gleichgültig sein, ob jemand viel oder wenig ausstößt. Wenn sie das nicht wollte, wäre sie ernsthaft erkrankt. Sie sollte sagen, dass es unanständig ist, mehr als 3t CO2 etwa für Verkehr, Heizen, Konsum usw. auszustoßen. So wie es als unanständig angesehen wird, jemanden zu verletzen. Wer selbst nicht geschädigt werden will, sollte auch nicht andere schädigen. Eine weitere Möglichkeit wäre, diejenigen zu belohnen, die sich vorbildlich verhalten und etwa Rad, Bus und Bahn fahren oder nicht fliegen.
Wie sehen Sie, Besucher dieser Seite, das? Kennen Sie überhaupt Ihren CO2-Ausstoß? Sehen Sie im Internet nach oder fragen Sie die Verbraucherzentrale. Der BUND Saarbrücken würde gerne Ihre Meinung dazu wissen. Schicken Sie uns eine Mail unter mail@bund-sb.de, rufen Sie uns an unter 0681 9679440 oder schreiben an BUND Saarbrücken, Ev.-Kirch-Str. 8, 66111 Saarbrücken.
(Dies ist die Langfassung des Artikels im Umweltmagazin)
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