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12. März 2010

Wünsche an die Parteien im Saarbrücker Stadtrat

Filed under: Politik — Dietrich Strohmaier @ 21:03

In Saarbrücken gibt es jetzt ein rot-rot-grünes Bündnis. Wir vom BUND SB wünschen uns, dass diese Koalition mehr für unsere Umwelt tut, als die bisherige rot-grüne. Hierzu zählt eine aktive Mitwirkung bei den Maßnahmen gegen den Klimawandel sowie eine Verbesserung der Lebensbedingungen für die Menschen in der Stadt. Wie das gemacht werden müsste, ist mittlerweile allgemein bekannt. Der BUND hat dazu jahrelange Aufklärungsarbeit geleistet. Kurz zusammengefasst das Wichtigste.

Reduktion des CO2-Ausstoßes etwa durch Senkung des Energieverbrauchs und Modernisierung der stadteigenen Gebäude. Überwachung durch einen Verantwortlichen, stärkere Nutzung von erneuerbaren Energien – Ökostrom, Installation von Photovoltaik auf den eigenen Dächern, Ausrichtung der Dächer bei Neubauten für Solarzellen, die Errichtung von Windrädern erlauben und fördern, den Fuhrpark der Stadt mit sparsamen Fahrzeugen ausrüsten und die Fahrer im spritsparenden Umgang schulen, Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) – die Verbrennungs-Orgie der Pyromanen ist weiterhin in vollem Gange.

Das Zerstörungspotenzial des MIV wird an der ungeheuren Geldsumme (400 Mio. Euro) deutlich, die die Stadt für das Projekt Stadtmitte am Fluss ausgeben will. Dieses Geld sollte besser in die Optimierung des öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) investiert werden. Der Ausbau der Saarbahn sowie mehr Vorrangschaltungen für Bahn und Bus im Stadtgebiet sollte vorangetrieben werden. Eine Reduzierung des MIV würde zudem Lärm, Giftgase und Feinstaub reduzieren und so direkt den Menschen zugute kommen. Mehr Bäume und mehr Grün in der Stadt könnten diese zudem attraktiver machen. Warum sollte der Beethovenplatz nicht wieder ein Park werden?
Alle Parteien könnten sich bemühen, die Randbedingungen für Saarbrücken zu verbessern. Die meisten waren oder sind schon in Land und Bund in der Verantwortung und tragen so Mitverantwortung für die heutige Situation, was etwa am Schuldenberg oder der Abwrackprämie deutlich wird. Sie können also auch außerhalb der Stadt an der Verbesserung arbeiten.

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