Sie befinden sich aktuell in den bund-sb.de Blog-Archiven für den folgenden Tag 23.2.2011.
- Allgemein (44)
- Einkaufsführer (3)
- Energie (14)
- Leserbrief (8)
- Naturschutz (14)
- Politik (24)
- Presse-Mitteilung (5)
- Veranstaltung (8)
- Verkehr (27)
- Webseiten (4)
- 18.5.2012: Papierflut
- 26.4.2012: Tag gegen Lärm 2012
- 14.2.2012: Die große Kopulation
- 14.2.2012: Autofahrer "entkriminalisieren"?
- 10.2.2012: Ein Prof zu Klima etc.
- 26.1.2012: Ernas Abschied
- 21.1.2012: In Saarbrücken Klimawandel ohne Verursacher?
- 20.1.2012: Auto und Menschenrechte
- 02.12.2011: Weltklimatag 2011
- 23.11.2011: Neue Oberbürgermeisterin in Saarbrücken
Weblinks
- Mai 2012
- April 2012
- Februar 2012
- Januar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Mai 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- November 2009
- Oktober 2009
- Juli 2009
- Mai 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- Oktober 2007
- August 2007
- Januar 2007
- Dezember 2006
- Oktober 2006
Archive für 23.2.2011
Die Bevölkerungsexplosion, Sarrazin und das Weltklima
23.2.2011 von Godehard Grünewald.
Eine einfache Dreisatzaufgabe vorab: Weil heute 6,9 Mrd. Menschen auf der Welt 30,9 Mrd. to/a Kohlendioxid verursachen, wie viele Tonnen werden es dann im Jahr 2050 sein, wenn 9,5 Mrd. Menschen zu erwarten sind? Auch Herr Sarrazin müsste diese Aufgabe sicher lösen können: 42,55 Mrd. to/a. Diese Kohlendioxidfracht wäre dann also noch viel höher als die heutige, die klimaschädlich genug ist. Als umweltverträglich können nämlich nur etwa 2,5 to/a pro Mensch gelten (vgl. Umweltmagazin Nr. 4/2008, S. 24). Aber Herrn Sarrazin interessiert das alles nicht, jedenfalls dann nicht, wenn die Zahl der Deutschen immer weiter abnimmt . Also gutes Klima nur für Deutsche! Wer bloss ein wenig globale Empathie für die Menschen in unserer einen Welt zu entwickeln vermag, muss vor Sarrazins Zynismus erschrecken. Viele Deutsche sind da viel weiter als Herr S; denn nur ein Rückgang der Geburten bei uns gibt eine Rechtfertigung, die überbordende Fruchtbarkeit in vielen Ländern Afrikas und Asiens als ungesund zu kritisieren und Projekte zu fördern, mit denen in diesen Ländern Aufklärung über Geburtenbeschränkung und Gesundheitsvorsorge betrieben wird. Die deutsche Bevölkerung zählte im Jahr 1852 35,9 Mio. Menschen. Im Jahr 2005 hatten wir dann 82,438 Mio Einwohner. Das entspricht einem Bevölkerungszuwachs von 230% in rund 150 Jahren, also in nur ganzen fünf Generationen. Dieser Trend ist erfreulicherweise seit etwa 1970 gestoppt. Dabei sind wir immer noch ein äußerst dicht besiedeltes Land mit allen Belastungen, die sich daraus für das Klima, die fortschreitende Bodenversiegelung (jeden Tag rd. 80 ha neu!) und überhaupt den Verbrauch der Lebensgrundlagen ergeben. Auch im Saarland sollten sich vielleicht manche “Bevölkerungspolitiker” öfters vor Augen führen, dass sich an der Saar 411 Menschen einen Quadratkilometer Fläche teilen müssen, in Indien aber “nur” 329 .
(C) Foto bei www.mattonimages.de
Geschrieben in Politik, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »