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Archive für 09.3.2011
Streik der GDL
09.3.2011 von Dietrich Strohmaier.
Die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) ist eine Sondergewerkschaft mit ca. 20 000 von insgesamt 26000 Lokführern. Mit den augenblicklichen Warnstreiks will sie ihre Stellung gegenüber der anderen großen Gewerkschaft bei den Bahnen ausbauen und sich so besondere wirtschaftliche und soziale Vorteile erstreiten. Sie nimmt dazu in Kauf, dass Menschen nicht rechtzeitig oder gar nicht zu ihrer Arbeit kommen, stundenlang bei Kälte warten müssen oder letztlich doch auf das Auto umsteigen. Diese Geiselnahme von Fahrgästen ist ethisch nicht zu rechtfertigen und schadet letztlich der Umwelt und damit uns allen.
Die Bahn ist ein von der Gemeinschaft getragenes Unternehmen im Sinne des Gemeinwohls. Die Bahnen sind keine Firma, die Produkte herstellt, deren Fehlen nur einigen Konsumenten auffallen würde.
Deshalb halte ich diesen Streik der GDL für einen Missbrauch des Streikrechts. Eine Güterabwägung zeigt mir, dass der mögliche wirtschaftliche Nutzen für diese Arbeitnehmer in keinem Verhältnis zum Schaden für alle steht. Das Risiko für die Streikenden selbst ist außer einem gewissen Verdienstausfall gering. Das Risiko für die Bahnmanager ist ebenfalls gering. Schlimmstenfalls steigen die Kosten was deren Einkommen nicht schmälert aber die Menschen ins Auto treibt. Den Schaden haben allein die Fahrgäste und die Allgemeinheit.
Die Umweltverbände sollten versuchen, dies der GDL zu verdeutlichen. Denn würde das Streikrecht dazu führen, dass ein guter öffentlicher Verkehr nicht mehr möglich sein sollte, müsste es überdacht werden
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