Archive für 17.3.2011

Veganer Brunch, Massentierhaltung und Klimaschutz

Am Sonntag, 20.03. laden die Tierversuchsgegner Saar zu einem veganen Brunch. Anlässlich dazu ein kleiner Bericht zu einem länger zurückliegenden Vortrag über die Umweltfolgen von Massentierhaltung:

Am 21.10.2010 organisierte das Umweltministerium einen Vortrag im Haus der Umwelt zum Thema Massentierhaltung und Klimaschutz. Caroline Jung, Studentin der Nachhaltigkeitswissenschaften an der Universität des Saarlandes, führte aus, dass der Fleischkonsum Schadgase (CO2, Methan, Lachgas) verursache, die weltweit unser Klima stärker als der Verkehr schädigten. Hinzu kämen direkte gesundheitliche Schäden beim Menschen selbst. Der ganze Schrecken, der durch die Massentierhaltung verursacht werde, wurde in berührenden Bildern von gequälten und verendeten Tieren nahe gebracht. Tier- und Umweltschützer waren sich hier einig: Ohne eine Umstellung auf vegetarische oder gar vegane Ernährung ist der Mensch auf dieser Erde gefährdet. Nur der Vertreter des Bauernverbands kritisierte den Vortrag als zu einseitig.

Sind Erdbeben unabhängig vom Menschen?

Der Tsunami, der jetzt Japan getroffen hat, wurde durch ein Erdbeben ausgelöst. Die Umweltzerstörer wiegeln natürlich wieder ab: Die Geologie der Erde werde nicht vom Menschen beeinflusst (wie angeblich ja auch der Klimawandel usw.). Also bestehe kein Zusammenhang zwischen unserer Lebensweise und solchen Ereignissen. Es ist klar: Diese Menschen wollen ihr Verhalten nicht ändern.
Ich weiß natürlich auch nicht wie alles zusammenhängt. Aber als Ingenieur rechne ich wie folgt:
Der Ausdehnungskoeffizient von Gestein liegt etwa zwischen 0,005 und 0,025 mm/m,grd. Nehmen wir an, dass die Erdkruste sich in etwa so verhält, dann dehnt sich die Erde an ihrem 40000 km langen Erdumfang bei 1 Grad Erwärmung um 2 bis 10 m aus.
Ich habe gehört, dass sich die asiatische und die pazifische Scholle vor Japan um etwa 12 cm/Jahr annähern. Das ergibt in 100 Jahren 12 m, also auch in etwa diese Größenordnung. (Dies führt nach Ansicht von Geologen zu Brüchen an den Schollengrenzen, welche sich dann in Beben bemerkbar machen).
Es ist mittlerweile allgemein anerkannt, dass die Erde sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch schnell erwärmt. Man strebt ja an, diese auf 2 Grad zu begrenzen. Das würden sogar Ausdehnungen von 4 bis 20 m bedeuten.
Diese Zahlen zeigen, dass Erderwärmung und Erdbeben durchaus miteinander zu tun haben können.
Selbstverständlich werden die bereits oben erwähnten Umweltzerstörer die Erderwärmung immer noch nicht als menschengemacht anerkennen. Es könnte daher zur Schicksalsfrage für die Menschheit werden ob sie die Zusammenhänge erkennt und ihr Verhalten umweltgerecht gestalten wird.

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