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6. Juli 2011

Lebensstil und Ethik

Filed under: Allgemein — Dietrich Strohmaier @ 19:53

Im Umweltmagazin 2/2011 des BUND Saar hat Caroline Jung auf den Seiten 32 und 33 sehr deutlich beschrieben, wie übertrieben unser Lebensstil ist. Er gefährde unsere Lebensgrundlagen wir würden davon noch nicht einmal glücklicher. Der ökologische Rucksack oder der ökologische Fußabdruck zeigen ganz deutlich, dass wir unserer Erde zu viel aufbürden. Ihrem Rat, unseren Lebensstil umweltfreundlicher zu machen, kann ich nur beipflichten. Aber es reicht nicht, nur mit gutem Beispiel voran zu gehen. Dazu ist unser gesellschaftliches Umfeld zu sehr von Wachstum und Konsum geprägt. Zudem fehlt den meisten Menschen der Wille und die Kraft, sich zu widersetzen. Die langfristigen schlimmen Folgen werden verdrängt wie jeder das täglich an seinen übergewichtigen, rauchenden und bewegungsarmen Mitmenschen beobachten kann. Sie hoffen, dass es schon nicht so schlimm kommen wird. Doch durch die Naturgesetze werden die schlimmen Folgen – Hunger, Unwetter, Migration usw. – zwangsläufig eintreten. Müssen jetzt diejenigen, die bei dieser Zerstörungsorgie nicht mitmachen, diese einfach erdulden? Das Grundgesetz garantiert allen ihr Lebensrecht. Diese Garantie steht jedoch nur auf dem Papier wie etwa die täglichen Unfallzahlen im Straßenverkehr verdeutlichen. Also ist Widerstand gegen diese Entwicklung geboten. Aber wie könnte dieser aussehen? Als erstes kann ich als Umweltfreund meinen Mitmenschen direkt sagen was Ihr Verhalten mit mir macht. Die Umweltverbände könnten in ihren Aussagen deutlicher werden. Caroline Jungs Appell ist viel zu allgemein und wird kaum jemanden beeindrucken. Die Umweltfreunde könnten zudem sich mehr in den Umweltverbänden und in den Parteien für ein Umschwenken engagieren. Wer sich dazu nicht in der Lage fühlt sollte sich fragen ob sein Leben wirklich in die richtige Richtung geht.

 

Dietrich Strohmaier

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