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25. Juli 2012

Baustellen in Saarbrücken – zu oft Leidensgeschichten

Filed under: Allgemein,Naturschutz,Politik,Verkehr — Godehard Gr @ 14:59

Es gibt Baustellen, die besser nie begonnen worden wären, jedenfalls nicht in der Art und Weise wie von der Stadt geplant. Gilt zum Beispiel für die „Berliner Promenade“. Leider stimmten die Stadtratsparteien dieser Planung zu, die Grünen eingeschlossen, obwohl neben dem Verlust an (echtem) Grün auch kein barrierefreier Zugang für Fahrräder gegeben ist. Wir vom BUND protestierten bereits 2008 im Planaufstellungsverfahren gegen die Pläne, weil erkennbar war, dass ökologisch wichtiger Grünbestand ohne akzeptabelen Ausgleich dezimiert, kahl-kalte Mauern gebaut und die Saar auch noch ihres Restes an natürlicher Böschung beraubt werden würde. Hier auf unserer Internetseite www.bund-sb.de wiesen wir oft auf diese Mängel hin, nachzulesen im Archiv vom 14.02., 15.05. und 14.11.2009 sowie vom 02.06.2010 und 16.05.2011. Die kalte Scheußlichkeit der „Promenade“ und die verpasste Gelegenheit für eine städtebaulich-ökologisch wertvolle Neugestaltung ist jetzt in natura zu sehen. Das provoziert zu Recht geharnischte Proteste der Bürgerschaft. Gesamtergebnis: Viel verschleudertes Steuergeld für schlechte Leistung! – Resignation herrscht im übrigen bei den Betroffenen auch hinsichtlich anderer, schier endlos dauernder Straßenbaustellen. An den“Römerkreisel“ oder den „Ludwigskreisel“ sei erinnert, jüngst aber auch an die monatelange Sperrung des recht kurzen Abschnitts „Am Kieselhumes“ zwischen Mainzer Str. und Halbergstr. Die damit verbundenen Verkehrsstaus führen zu weiterer Abgas- und Lärmbelastung, schädlich für Menschen und Ökologie. Leider sind aber auch die kraftfahrenden Zeitgenossen oft mitschuldig, weil sie vor roten Ampeln und im Stau die Motoren gedankenlos weiter laufen lassen.- Dennoch zum Schluss eine relativ kleine, aber umso positiver wirkende Maßnahme, nämlich die Befestigung des Weges „Im Bruchhübel“ für Fußgänger und Radfahrer längs der Bahnstrecke zwischen Scheidterstr. bis etwa Senator-Richard-Becker-Str. Eine Fortsetzung bis zum Ostbahnhof wäre eine sinnvolle Investition, auch für eine sichere, umweltfreundliche Anbindung im öffentlichen Personennahverkehr.

Godehard Grünewald

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