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Verfasser-Archiv
Papierflut
18.5.2012 von Andrea Wurm.
Jeden Mittwoch liegt wieder ein Stapel Altpapier im Hauseingang. Den jemand hergestellt hat, mit Farbe bedruckt, gefaltet, verteilt. Und den jemand entsorgen muss. Damit er wenigstens im zweiten Anlauf einer sinnvollen Verwertung zugeführt werden kann. Zweimal schon habe ich angerufen, um „Die Woch“ und den „Wochenspiegel“ abzubestellen. Das Schild „Bitte keine Reklame“ schützt mich mittlerweile vor „Die Woch“. Aber den Wochenspiegel legen die Verteiler als Stapel vor die Haustür.
Ähnlich ist es mit „Das Blaue“. Wozu es neben dem Verzeichnis der Telekom noch ein weiteres Telefonbuch geben muss, war mir immer schon ein Rätsel. Warum dieses dann aber auch noch in zwei bis drei Büchern, verpackt in Plastikfolie, stapelweise in den Hauseingängen abgelegt werden muss, werde ich nie begreifen. Ich brauche diese Telefonbücher nicht, mir reicht alle zwei oder drei Jahre eins von der Telekom. Wenn ich nicht sowieso im Internet nach der gesuchten Nummer recherchiere. Ich möchte auch nicht wöchentlich acht Werbeprospekte erhalten, die ich dann zum Papiercontainer tragen muss, ohne einen einzigen Blick hineingeworfen zu haben.
Doch ungefragt werde ich wie alle Bewohner meines Hauses, meiner Straße, meiner Stadt, meines Landes mit hochwertigem Müll zugeschmissen, der Unmengen von Ressourcen verbraucht und zum großen Teil nur auf Straßen und in Treppenhäusern herumliegt. Es gibt deutlich effizientere Methoden (vor allem weniger energieintensive), Informationen zu demjenigen zu bringen, der sie braucht. Gerade die Entwicklung von Internet, E-Mail und Handy haben dazu beigetragen, dass zwar immer noch Energie, aber insgesamt deutlich weniger Ressourcen verbraucht werden müssen (jedenfalls wenn man nicht jedes Jahr ein neues Handy kauft) – und trotzdem können sich die meisten Menschen über alles informieren, was sie zu wissen wünschen. Jemand ohne Internetzugangsmöglichkeit wird sicher dankbar sein für Telefonbücher, Wochenspiegel und Werbeprospekte. Also gebt denjenigen, die es brauchen und wollen, die Möglichkeit, Informationen auf Papier zu bekommen. Aber verschont alle anderen und vor allem unsere begrenzten Ressourcen damit, unnötige Verschwendung, Belästigung und Vermüllung zu betreiben!
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Tag gegen Lärm 2012
26.4.2012 von Andrea Wurm.
Am 25. April war der Tag gegen Lärm. Der BUND Saarbrücken spricht sich zu diesem Anlass entschieden dafür aus, die Lärmbelästigung weitmöglichst zu reduzieren. „Gerade jetzt im Frühling höre ich wieder die Motorradfahrer auf der mindestens einen Kilometer entfernten Straße. Sie lassen absichtlich ihre Motoren aufheulen!“ sagt Dietrich Strohmaier, der Sprecher des BUND Saarbrücken. „Es reicht ihnen meist auch nicht, die normalen Motorgeräusche zu produzieren, sondern die Maschinen werden getunt, damit sie besonders laut sind.“ Es gebe mittlerweile sogar Sounddesigner, die neuen Vehikeln einen satten Klang verliehen, fügt Andreas Heine hinzu. Die Auswirkungen auf die Anwohner der Straßen spielten dabei offensichtlich keine Rolle. Doch nicht nur auf der Straße werde Lärm erzeugt: „Anstatt Herbstlaub vom Gehweg zu kehren oder auf dem Rasen zusammenzurechen, werden motorbetriebene Gebläse eingesetzt, die nicht nur Krach machen, sondern auch die Luft verpesten und fossile Brennstoffe verbrauchen.“ beklagt sich Andrea Wurm.
Der BUND sehe sich als Anwalt der Menschen in der Landeshauptstadt, die jeden Tag notgedrungen die verschiedensten Geräusche wahrnehmen müssten, ohne ihnen ausweichen zu können. Dietrich Strohmaier fordert daher: „Gerade weil so viele Menschen auf engem Raum zusammenleben, ist es notwendig, Lärm auf das absolute Minimum zu reduzieren, da er nicht nur die Lebensqualität beeinträchtigt, sondern sogar gesundheitsschädlich ist. Der Tag gegen den Lärm bietet die notwendige Stille, um mit einer Mahnung gegen Lärm Gehör zu finden!“
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Presseerklärung Atomausstieg
24.3.2011 von Andrea Wurm.
Der BUND in Saarbrücken äußerte sich zu den Vorfällen im japanischen Atomkraftwerk Fukushima und forderte die Politik auf, den Atomausstieg endgültig und international voranzutreiben. Die Gefährdung durch Kraftwerke in der Region wie Philippsburg, Cattenom, Fessenheim oder Chooz sei nicht länger vertretbar.
Die Ereignisse in Japan zeigten, dass der Mensch auch bei noch so umfangreichen Sicherheitsvorschriften die Vorgänge in einem Kernreaktor nicht unter allen Umständen kontrollieren könne. Es werde in Stellungnahmen oft darauf hingewiesen, dass in diesem speziellen Fall mehrere Ereignisse zusammengekommen seien - ein Erdbeben mit ungewöhnlicher Heftigkeit, ein Tsunami
und schließlich noch der Ausfall der Notstromversorgung. „Zwei dieser Ereignisse treten jedoch an Meeresküsten regelmäßig gemeinsam auf, da ein Tsunami die Folge eines heftigen Erdbebens ist. Dass die Natur Gewalten entwickeln kann, die auch die besten Sicherheitsvorkehrungen aushebeln - damit müssen wir rechnen.“, sagt dazu Andrea Wurm vom BUND Saarbrücken. Die Konsequenz daraus ist für den BUND: „Die Menschheit sollte die Finger von der Atomenergie lassen!“
Dietrich Strohmaier, Sprecher der Ortsgruppe, entkräftet die oft gehörte Rechtfertigung für Atomenergie: „Das Hauptargument der Atomlobby, der angeblich unschlagbar niedrige Preis, sollte angesichts der immensen und kaum bezifferbaren Schäden eigentlich komplett hinfällig geworden sein. Wie gehe ich damit um, dass die derzeitige Mehrheit auch meine Lebensgrundlagen zumindest
gefährdet, wahrscheinlich aber schließlich zerstört? AKWs mit einem Jahrtausende lang strahlenden, lebensgefährdenden Müll dürften keine Betriebserlaubnis bekommen.“
Japan sei weit entfernt, aber auch in unserer unmittelbaren Umgebung gebe es Atomkraftwerke wie beispielsweise Cattenom, so Wurm: „Auch im Saarland besteht ein gewisses Risiko. Hier kommt noch dazu, dass ein deutscher Alleingang dieses Risiko nicht einmal reduziert.“ Daher sei es dringend geboten, dass die Bundesregierung im eigenen Land vorangehe, aber auch ihre Partner in der EU und
weltweit zum Handeln auffordere. Die Entwicklung bei den erneuerbaren Energien zeige, dass in ihnen viel Potential stecke und Deutschland seinem Ruf als technischer und gesellschaftlicher Vorreiter wieder einmal gerecht werde. Dass in den meisten anderen Ländern die Nutzung von Atomenergie ausgesprochen positiv gesehen werde, bedeute umso mehr eine herausragende Rolle der deutschen Politik beim Atomausstieg. „Wir können die Welt voranbringen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Lebensweise für demnächst 9 Mrd. Menschen auf der Erde. Frau Merkel, bitte übernehmen Sie!“, so Wurm.
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Einkaufsführer- Nachhaltig konsumieren
22.3.2011 von Andrea Wurm.
Seit einigen Jahren haben wir an dieser Stelle einen Einkaufsführer angeboten, der über ökologisch ausgerichtete Geschäfte im Raum Saarbrücken informiert. Die Daten der einzelnen Einkaufsmöglichkeiten aktuell zu halten, ist jedoch nahezu unmöglich. Daher haben wir uns entschieden, die konkreten Informationen zu bestimmten Geschäften oder Ladenketten aus dem Netz zu nehmen. Dafür gibt es jetzt ausführlichere Hinweise zu nachhaltigem Konsumverhalten, die jeder ,Öko’ seinem eigenen Verhalten zugrunde legen kann. Mit diesem Leitfaden möchten wir möglichst viele Menschen ansprechen, die ständig mit den Schlagwörtern ,Klimawandel’ und ,soziale Gerechtigkeit’ bombardiert werden, die aber (noch) nicht sehen, wie sie selbst in ihrem Leben dazu beitragen können, die Erde zu einem lebenswerten Ort für alle zu machen.
Neben einem allgemeinen Überblick über das Konzept Nachhaltigkeit sollen sich dort Indikatoren finden, die jedem einen Maßstab an die Hand geben, mit dem er oder sie entscheiden kann, wie nachhaltig bestimmte gesellschaftliche oder wirtschaftliche Prozesse sind. Konkret werden aber auch Bereiche für nachhaltiges Verhalten jedes Einzelnen genannt und ein paar ,Wegweiser’ helfen dabei, sich im Konsumdschungel zu orientieren.
Die Anleitung zu nachhaltigem Konsum finden Sie hier.
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Forstschäden im Stadtwald
28.8.2010 von Andrea Wurm.
Hinter dem Leichtathletik-Stadion der Hermann-Neuberger-Sportschule wurden seit dem Frühjahr
auf einer Fläche von etwa der Stadiongröße alle Bäume gefällt, die Wurzelstöcke entfernt und der
Boden planiert. Offenbar wurde dabei mit schwerem Gerät gearbeitet, wie es heutzutage in der
Forstwirtschaft üblich ist und auch von den entsprechenden Berufsgenossenschaften empfohlen
wird. Die Sicherheit der Waldarbeiter ist wichtig, und sie sollte auch soweit irgend möglich
gewährleistet sein. Die schweren Maschinen verdichten nun aber nicht nur den Waldboden,
sondern hinterlassen auch an den nicht gefällten Bäumen Spuren. Die Rinde anderer Bäume ist
an einigen Stellen abgeschabt und es tritt das beschädigte Holz zutage, vor allem dort, wo die
Stämme gelagert und von wo sie dann abtransportiert wurden. Auf dem Fuß- und Radweg entlang
der Straße zwischen den Bushaltestellen Wildpark und Landessportschule kann man diese Spuren
gut erkennen. Es sollte eigentlich für eine nachhaltige Waldwirtschaft selbstverständlich sein, nur
die ausgewählten Bäume zu schlagen und abzufahren, ohne die anderen Gewächse zu schädigen.
Saarbrücken hat einen schönen und ausgedehnten Stadtwald, in dem man das Gefühl hat, ganz
weit weg von allen großen Städten zu sein. Dieser Wald bietet allen Saarbrückern eine wunderbare
Möglichkeit, im Alltag eine Natur zu erleben, in der nicht nur der Mensch im Mittelpunkt steht –
und er wäre es wert, pfleglich behandelt zu werden.
© Foto: Andrea Wurm
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