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- 29.6.2010: Der Saarbrücker Wald wurde gekalkt
- 13.6.2010: Stellungnahme zur Veranstaltung von Bündnis90/DieGrünen am 26.5.2010 zum Radverkehr in SB
- 02.6.2010: BUND Saarbrücken zu Stadtmitte am Fluss.
- 16.5.2010: Verkehrsüberwachung, die Stadt Saarbrücken und ihr schwindsüchtiger Haushalt.
- 23.4.2010: Filmkritik: "Die 4. Revolution - Energy Autonomy"
- 15.4.2010: Unsere Antwort auf die Grünen-Antwort
Weblinks
Archiv der Kategorie Allgemein
Verkehrsüberwachung, die Stadt Saarbrücken und ihr schwindsüchtiger Haushalt
01.7.2010 von Godehard Grünewald.
Normalerweise dürften Maßnahmen der Verkehrsüberwachung und Haushaltssanierung nichts miteinander zu tun haben. Denn die von allen Verkehrsteilnehmern einzuhaltenden Regeln dienen dem Schutz von Menschen, Natur und Umwelt und müssen daher überwacht werden. Deshalb ist es richtig, wenn die Stadt überhöhte Geschwindkeit feststellt und ahndet, weil gerade solche Verstöße eine der Hauptursachen von Verkehrsunfällen darstellen. Dazu sind nun einmal technische Überwachungsgeräte notwendig, die angeschafft und bezahlt werden müssen. Diese Beschaffungen finanzieren sich aber nicht nur selbst, sondern spielen zusätzliche Einnahmen für den maroden Stadthaushalt ein. Soweit so gut. Aber warum erst jetzt? Ging es denn nicht schon in der Vergangenheit darum, unsere Straßen sicherer zu machen? Es kann doch nicht sein, dass erst fiskalische Interessen auslösendes Motiv für die Ahndung von Verstößen sind. Und wie steht es mit der Sanktion von anderen Verkehrsverstößen, die gerade die umweltbewusstesten, aber auch oft die schwächsten Verkehrsteilnehmer treffen, wie Fußgänger, Behinderte, Radfahrer, Eltern mit Kinderwagen? Und das noch durch das wirklich asoziale Verhalten von Fahrzeugführern, die ihr Gefährt ungestraft auf Geh- und Radwegen parken? Hier geschieht in der Innenstadt fast nichts, im übrigen Stadtgebiet überhaupt nichts. Vergleichbares gilt für den immer ärger werdenden Radau, den motorisierte Verkehrsteilnehmer durch aufheulende, hörbar “frisierte” Motoren oder durch aufgedrehte Musikanlagen verursachen und damit viele Mitmenschen schikanieren? Saarbrücken - auch weiterhin rechtsfreier Raum für derart rücksichtslose Zeitgenossen?
© Foto von PIXELIO
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BUND Saarbrücken zu Stadtmitte am Fluss.
02.6.2010 von Dietrich Strohmaier.
Der BUND Saarbrücken hatte sich 2008 gegen das Projekt „Stadtmitte am Fluss“ ausgesprochen. Im Folgenden wollen wir unsere Argumente noch einmal zusammenfassen und aktualisieren. Als Träger öffentlicher Belange hatten wir damals zu den Entwürfen von Flächennutzungsplan und Bebauungsplan folgendes angemerkt:
- Es steht weniger Raum für die Zurückhaltung des Hochwassers zur Verfügung.
- Künstlicher und auch nur teilweiser Ausgleich durch problematische Ausbaggerung am Rand des Naturschutzgebiets St. Arnualer Wiesen/Osthafen vorgesehen.
- Die Baumaßnahmen in der Wasserschutzzone sind gefährlich.
- Die Prognosen für den Verkehrslärm sind zu kurzfristig. Der demografische Wandel, die Entwicklung der Kfz-Technik zu weniger Lärm sind nicht berücksichtigt. Außerdem ist das Potential einer Geschwindigkeits-Reduzierung nicht ausreichend untersucht.
- In Höhe des Stadens sollte eine Lärmschutzwand gebaut werden.
- Andere Straßen werden mehr Verkehr aufnehmen müssen. Auf dem „Boulevard“ (heutige FJR-Straße) steigt das Kfz-Aufkommen von 4800 auf 17000 Kfz/Tag.
- An den Tunnelmündern ist mit erhöhten Schadstoff-Konzentrationen zu rechnen.
- Dem Projekt fallen 121 Bäume zum Opfer.
- Das westlich des neuen Tunnels anfallende Wasser muss in die Saar gepumpt werden, was zumindest ständig zusätzliche Energiekosten verursacht.
Aus heutiger (2010) Sicht muss das Projekt noch deutlich kritischer gesehen werden. Zwar ist anzuerkennen, dass die Stadt diesen kapitalen Fehler einer Stadtautobahn an der Saar entlang korrigieren will. Sie möchte attraktiver werden. Doch mit den Mitteln der Vergangenheit - wie das mit diesem Projekt versucht wird - kann dies nicht gelingen. Der Verkehr wird nur verlagert. Vor und hinter dem geplanten Tunnel ist es weiterhin laut. Die Stadt leidet auch künftig unter dem Autoverkehr.
Vor allem ist dieses Projekt kein Mittel gegen den Klimawandel, der bereits im Gange ist. Zudem müssen die bereits hoch verschuldeten öffentlichen Hände weitere Schulden machen. (Wohin das hemmungslose Schuldenmachen führen kann sehen wir jetzt am Beispiel Griechenland mit der Krise des Euro). Ein Projekt, das so viel kostet, müsste zusätzlich den beiden oben genannten Kriterien genügen.
Für uns Umweltschützer war das Abholzen der Bäume an der Berliner Promenade ein Zeichen für die Unsinnigkeit des Projekts. Bei vielen Bächen hat man mittlerweile eingesehen, dass es besser ist, sie in den natürlichen Ursprungszustand zu versetzen. In der Vergangenheit hatte man einfach Abwasserkanäle daraus gemacht. Hier wird das Saarufer weiter zubetoniert.
Wir wissen von der Natur nur zu gut, dass derartige Entwicklungen langfristig gesehen werden müssen. Die Legislaturperioden sind hierfür viel zu kurz. Wer nachhaltig unter Berücksichtigung des Umweltschutzes plant und handelt, wird solche Fehler wie diese Stadtautobahn nicht machen.
Es wäre zu wünschen, dass Verwaltungen und Bürger hieraus lernen und die derzeit laufenden Straßenprojekte noch einmal kritisch überprüfen.
Langfristig muss die Stadtentwicklung dahin gehen, den Autoverkehr in der Stadt zurückzudrängen. Bus und Bahn, Radfahren und zu Fuß gehen müssen zusammen mit Grünflächen und Ereigniszentren die Oberhand gewinnen. City-Maut, P&R-Plätze und Shared Space (gleichberechtigtes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer auf der Straße) sind Mittel dazu, die Stadt attraktiver zu machen. Metz macht Saarbrücken derzeit vor was hier möglich ist.
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Filmkritik: “Die 4. Revolution - Energy Autonomy”
23.4.2010 von Dietrich Strohmaier.
Der Film “Die 4. Revolution - Energy Autonomy” von Carl-A. Fechner berichtet eindrucksvoll von Projekten in der Welt, die dezentral regenerativ Energie liefern. Es wurde zudem verdeutlicht wie die Art der Energieerzeugung unsere künftige Welt prägen wird. Einerseits die Besitzer und Nutznießer der fossilen und atomaren Energien, die den Klimawandel und die Folgen - etwa CO2 und 100 000 Jahre Atommüll - weitgehend ausblenden. Andererseits die erstaunlichen Persönlichkeiten, die dem Mainstream zum Trotz den Ausstieg praktizieren. Deutlich auch die Botschaft, dass dezentral erzeugte regenerative Energie die Macht der großen Konzerne begrenzen könnte.
Ausgeblendet wurde der Verbraucher und Wähler, der durch sein Verhalten die derzeitige Situation mit verursacht hat. Wieso kauft er in Deutschland nicht mehr Ökostrom, der noch nicht einmal teurer sein muss? Hier scheint mir der Film stark von Hermann Scheer, dem Umwelt-Spezialisten der SPD, geprägt zu sein. Die großen Parteien vermeiden es eifrigst, den Verbraucher zur Einsparung oder gar zum Verzicht zu ermuntern. Das wäre doch etwas, das jeder mit unmittelbarem Erfolg umsetzen könnte. Das fehlte dem Film und deshalb ist seine unmittelbare Auswirkung auf den Umweltschutz begrenzt.
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Unsere Antwort auf die Grünen-Antwort
15.4.2010 von Dietrich Strohmaier.
Dies ist unsere Antwort auf die Antwort der Grünen
per Mail 08.04.10
Eure Antwort vom 12.3.2010 auf unsere „Wünsche an die Parteien im SBer Stadtrat“
Liebe Ingrid Wacht, hallo Stadtverordnete,
vielen Dank für Eure Antwort. Wir sehen es gerne, wenn Ihr in dieser Koalition nachhaltig Umweltschutzideen vertreten wollt. In vielen Punkte sind unsere Vorstellungen sehr nahe.
Dies betrifft etwa die Stelle für Energie und Klimaschutz sowie für Luftreinhaltung, Lärmschutz und Mobilität. Wir hoffen aber, dass es sich um eine Stelle mit persönlicher und funktioneller Kompetenz des Stelleninhabers handelt. Im Internetauftritt der Stadt ergibt sich seit Mai 2009 noch kein Hinweis darauf. Die Stichworte Energieeinsparung, Mobilität und Luftreinhaltung existieren dort erst gar nicht. Zum Klimaschutz werden dem interessierten Bürger nichts als Klima- und Wetterdaten von Saarbrücken geliefert. Dass es anders geht, zeigt das Stichwort “Lärmschutz” mit seinen zahlreichen Hinweisen und pdf-Dateien. Kurzum, die neue Stelle hat für den Bürger sichtbar bisher nichts gebracht.
Auch eine engere Verzahnung von Bau- und Umweltdezernat verspricht Vorteile. Die Zukunft wird zeigen, wie gut die Verwaltung hier zusammenarbeitet und was konkret erreicht wird.
Wir begrüßen, dass auch Ihr die Stadt „durchgrünen“ wollt. Aber wie sind da Eure Vorstellungen? Relativ einfach wäre zunächst, dass der vorhandene Grünbestand sorgsam gepflegt wird und nicht – etwa vom Grünamt – oft ziemlich rüde reduziert wird. Natürlich muss altes Holz auch mal entfernt werden. Könnte das Grünamt beziffern wie sich die klimarelevante Biomasse entwickelt? Dies sollte sich aber auf das reine Stadtgebiet ohne den angrenzenden Wald beziehen. Ansonsten ließe sich der Grünbestand auch durch Dach- und Fassadenbegrünung erhöhen.
Beim CO2 strebt Ihr eine Reduzierung von 40% in Saarbrücken an. Auf welchen Zeitraum bezieht sich diese Aussage? Und betrifft sie ganz SB oder nur die stadteigenen Gebäude?
Durch dezentrale HKWs lässt sich sicher CO2 einsparen. Dies ist aber auch ein langfristiger Prozess. Befürwortet Ihr auch Windräder in und um SB?
Ein lohnendes Objekt des Umweltinteresses ist sicher auch der städtische Fuhrpark. Wie sehen die “engen Energiekoeffizienten” aus? Wie wird den damit befassten Mitarbeitern der verantwortungsvolle Umgang mit Energie und dem Geld der Steuerzahler näher gebracht? Also etwa: Muss diese und jene Fahrt sein? Könnte sie nicht umweltgerechter durchgeführt werden? Ein Indiz für mangelndes Bewusstsein ist zum Beispiel das unnötige Laufenlassen von Motoren, das wir noch immer häufig beobachten.
Euren Optimismus hinsichtlich der Elektrofahrzeuge teilen wir leider nicht. Ein Vorteil für die Umwelt entsteht erst, wenn der Strom aus erneuerbaren Energien kommt.
Es ist sehr im Interesse des Umweltschutzes, den MIV zu reduzieren. Aber die Menschen vom Auto auf alternative Mobilitätsformen zu bringen, ist äußerst schwierig. Ein guter Weg wäre eine stärkere Nutzung des Fahrrads. Die angestrebte Verdreifachung des Radverkehrs erscheint uns aber sehr ambitioniert.
Sind eigentlich Eure Mitglieder vorbildlich bei der Nutzung des ÖPV? Hier ist sicher noch sehr viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Bei den Mitgliedern könntet Ihr Eure Arbeit testen.
Meint Ihr mit „Ausbau der Saarbahn“ nur den Weiterbau bis Lebach? Wenn wie ursprünglich angedacht Verhältnisse wie in Karlsruhe angestrebt werden müssten noch andere Linien hinzu kommen. Hier zeigt sich ein Konstruktionsfehler des Saarbahn-Projekts: Die über Saarbrücken hinausführenden Strecken hätten unter aktiver Federführung des Landes gebaut werden müssen. Saarbrücken ist nicht nur mit diesem Projekt finanziell überfordert.
Wir wollen aber nicht verhehlen dass wir aus Erfahrung skeptisch sind. Auch im Umwelt- und Naturschutz zählen letztlich nur Taten, Erfolge, Ergebnisse.
Zunächst nur als Beispiele: Warum gabt Ihr wiederholt die Zustimmung zu Bebauungsplänen, die aufgrund der geplanten Stellung der Häuser eine Dachnutzung für Solaranlagen oft unmöglich machten? Ähnliches gilt für unsere Vorschläge, wirklich unabweisbarer Neuversiegelung von Flächen die Entsiegelung von Altflächen als Ausgleich entgegen zu stellen. Damit wären auch Möglichkeiten für neue Grünflächen gewonnen, unabhängig vom Thema Beethovenplatz.
Dann aber ist vor allem auch Euer starres Festhalten am sündhaft teuren und ökologisch schädlichen Projekt “Stadtmitte” Grund unserer Skepsis, denn Ihr stellt Euch damit selbst ein Bein: Auf Seite 3, zweiter Absatz Eures Schreibens heißt es: “Alle Entscheidungen und Initiativen des Saarbrücker Bündnisses stehen daher unter dem Vorbehalt der finanziellen Umsetzbarkeit.” Aber wie kann man sich dann gleichzeitig für dieses Projekt aussprechen, das eine Haushaltssanierung nur noch erschwert?
Eine Sanierung des Haushalts dürfte mit Euren beiden roten Koalitionspartnern sehr schwierig werden. Für uns ist jedenfalls klar: Wer im Sinne der Natur und des Umweltschutzes nachhaltig handelt wird sich nicht in eine derart aussichtslose Position bringen.
Zur stadtübergreifenden Verantwortung der Grünen habt Ihr leider nichts gesagt. Ihr seid ja auch Mitglieder der Saargrünen, die in der Jamaika-Koalition mitarbeiten. Wir hoffen, dass es Euch gelingt, auf diesem Weg die Bedingungen für unsere Stadt zu verbessern.
Wir verfolgen und unterstützen gerne Euren und den Weg aller Stadtverordneten, die unsere Ziele in den Gremien aktiv und nachhaltig vertreten.
Mit freundlichen Grüßen
i.A. Dietrich Strohmaier, Sprecher
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Antwort der Grünen auf unsere Wünsche
15.4.2010 von Sabrina.
Dies ist die Antwort der Grünen auf unsere Wünsche an die Parteien im Saarbrücker Stadtrat:
Saarbrücken, 12.03.10
Wünsche an die Parteien im Saarbrücker Stadtrat
Lieber Dietrich Strohmaier,
vielen Dank für deine Mail vom 5.3., in der du uns die Wünsche des BUND Saarbrücken an den Saarbrücker Stadtrat auflistest.
Rot-rot-grün will und wird auch mehr für die Umwelt und die Verbesserung der Lebensqualität in Saarbrücken tun als man das von der bisherigen schwarz-gelben Koalition gewohnt war.
Nicht zuletzt der Öffentlichkeitsarbeit der grünen Stadtratsfraktion ist es zu verdanken, dass die Funktion des Verantwortlichen für Energie und Klimaschutz seit Mai 2009 wieder besetzt ist, nachdem CDU und FDP diese Stelle bereits gestrichen hatten. Energiemanagement und Klimaschutz sind jetzt wieder im Amt für Klima- und Umweltschutz integriert und bilden mit den Themenbereichen Luftreinhaltung und Lärmschutz eine Abteilung, die aufgrund des rot-rot-grünen Koalitionsvertrages jetzt noch durch das Thema Mobilität ergänzt wird.
Somit werden die Umweltbelange deutlich gestärkt.
Weiterhin setzen wir auf eine engere Verzahnung von Bau- und Umweltdezernat, damit ökologische Kriterien zukünftig im Bau- und Verkehrsbereich einen größeren Stellenwert bekommen. So wird zukünftig bei Bauvorhaben das Umweltamt frühzeitig in die Planungen mit eingebunden, um mögliche Fehlentwicklungen in Bezug auf Natur- Umwelt- und Klimaschutz bereits im Planungsansatz zu vermeiden.
Im Koalitionsvertrag sind konkrete Ziele für eine CO2-Reduktion (Reduzierung von 40% in der gesamten Landeshauptstadt) definiert, die durch Energieeinsparung und den Ausbau erneuerbarer Energien erreicht werden sollen. Die Stadt Saarbrücken hat das Konjunkturprogramm des Bundes genutzt und führt derzeit bei vielen Schulen energetische Sanierungen der Gebäude durch, die den Energieverbrauch mehr als halbieren. Häufig kommen dabei auch erneuerbare Energien zum Einsatz, z.B. erhält die Wiedheckschule in Brebach nicht nur einen Vollwärmeschutz sondern auch eine große Photovoltaikanlage. Dort, wo die Stadt Saarbrücken selbst keine Photovoltaikanlagen baut, stellt sie die Dachflächen für Investoren oder Bürgersolarkraftwerke zur Verfügung.
Es ist aber auch beabsichtigt, in der Bauleitplanung schärfere Energieeffizienzkriterien durchzusetzen, so könnten zukünftig Neubaugebiete im Passivhausstandard realisiert werden.
Derzeit arbeitet das Umweltamt an einem Klimaschutzkonzept zur Senkung der Kohlendioxidemissionen. Die ersten Teile des Konzeptes werden sich mit den öffentlichen Schulgebäuden und Kindertagesstätten beschäftigen, dazu kommt ein Modellprojekt „Klimaneutraler Zoo“. Danach werden sukzessive alle wichtige Bereiche abgearbeitet, damit wir unseren lokalen Beitrag zum maximale 2°C Ziel beitragen (in Angleichung an das Ziel, den maximalen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf 2°C zu begrenzen).
Zur Bewältigung der Folgen des Klimawandels, insbesondere der Belastung durch Hitzeperioden ist eine stärkere Durchgrünung der Stadt und das Freihalten bzw. Neuschaffen von Ventilationsbahnen unausweichlich.
Gleiche Aufmerksamkeit erhalten der Ausbau der Erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung sowie die Ausweitung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt.
Deshalb unterstützen wir die Strategie der Stadtwerke zum Bau kleinerer Stromerzeugungsanlagen in Kraftwärmekopplung, da dadurch die Energieeffizienz gegenüber Großkraftwerken noch einmal gesteigert wird. Beim Fuhrpark werden bereits heute enge Energieeffizienzkriterien gesetzt, wir sehen hier ein großes Potenzial für die Nutzung von Elektrofahrzeugen.
Eine Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) gehört als Forderung zu uns Grünen, wie „Topf und Deckel“ zusammengehören. Die Erreichung des Ziels der ökologischen Verkehrswende erfordert ein abgestimmtes und vernetztes Vorgehen mit einer großen Zahl von Akteuren. Dazu ist geplant, die strategische Verkehrsplanung der LHS neu auszurichten, weiterzuentwickeln und entsprechend zu personalisieren.
Auch und gerade mit dem viel diskutierten Projekt „Stadtmitte am Fluss“ wollen wir
Grünen eine grundsätzliche Verkehrswende einleiten sowie eine konsequente Ausrichtung des Projektes an dem Stadtentwicklungskonzept der Stadt.
Wichtig ist, dass das, was im Stadtentwicklungskonzept an Nachhaltigkeitsprinzipien richtig dargestellt ist, beim Projekt „Stadtmitte am Fluss“ noch konsequenter realisiert wird. Wenn von Seiten der EU-Beamten auf das Emissionsproblem an den Tunnelmündern hingewiesen wurde, stellt sich für uns zwingend die Frage, wie dies zu beseitigen bzw. zu vermindern ist. Hier gibt es nur eine Möglichkeit: Der Individualverkehr muss reduziert bzw. vermieden werden.
Wir Grünen regen damit erneut an, mehr Verkehr auf Saarbahn, Bus sowie Rad zu verlagern. Auch sind viele Ziele in der Stadt gut zu Fuß zu erreichen.
Die Ziele und Vorgaben der EU zu Stadtmitte am Fluss sind am ehesten mit der Strategie einer nachhaltigen Verkehrsplanung zu erreichen.
Wir halten es allerdings nicht für sinnvoll, die Ausgaben für dieses Projekt gegen andere ebenfalls wichtige und notwendige Maßnahmen auszuspielen. Stadtmitte am Fluss zusammen mit einer echten Verkehrswende hin zu weniger Autos in der Stadt und mehr ÖPNV und Fahrradverkehr sind für uns das Ziel.
Deshalb ist in der Vereinbarung der rot-rot-grünen Bündnisparteien auch das Bekenntnis zur einer fahrradgerechten Stadt enthalten. Bis 2015 wollen wir den Anteil des Radverkehrs von 3 auf 10 Prozent steigern. Die im Veloroutenkonzept der LHS beschriebenen Maßnahmen werden zügig umgesetzt. Zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur ist im Investitionshaushalt ein Etat in der Höhe von 10% des Straßenbauetats eingesetzt. Eine entsprechende Personalisierung in Form einer Vollzeitstelle für den Fahrradbeauftragten zeigt, dass der Radverkehr im rot-rot-grünen Bündnis wesentlich aufgewertet wird.
Ebenso den Ausbau der Saarbahn wird das rot-rot-grüne Bündnis voranbringen. Dies kann aber nur gelingen, wenn sich das Land bereit erklärt, die innerstädtischen Saarbahnverkehre finanziell zu unterstützen.
Deine Frage am Schluss der „Wunschliste“, warum der Beethovenplatz nicht wieder ein Park werden kann, können wir nur so beantworten: Mehr Grün in der Stadt ist durchaus wünschenswert und notwendig, aber für eine erneute Diskussion um die zukünftige Nutzung des Beethovenplatzes sehen wir im Augenblick keinen günstigen Zeitpunkt.
Allerdings- und das sollte an dieser Stelle nicht verschwiegen werden - ist die Sanierung des Saarbrücker Haushaltes die entscheidende Voraussetzung dafür, dass Saarbrücken handlungsfähig ist und bleibt. Alle Entscheidungen und Initiativen des Saarbrücker Bündnisses stehen daher unter dem Vorbehalt der finanziellen Umsetzbarkeit.
Wir hoffen, mit diesen Ausführungen gezeigt zu haben, dass wir schon viele der vom BUND Saarbrücken aufgeführten Maßnahmen gegen den Klimawandel und für eine Verbesserung der Lebensbedingungen in Saarbrücken umgesetzt bzw. in die Wege geleitet haben.
Falls du weitere Fragen und Anmerkungen hast, freut sich unser bau- und verkehrspolitische Sprecher der Fraktion Guido Vogel-Latz als auch der umweltpolitische Sprecher der Fraktion Jürgen Meyer auf ein persönliches Gespräch mit dir.
Wir würden uns freuen, wenn unsere Antwort ähnliche öffentliche Aufmerksamkeit erfahren würde wie die Wünsche des BUND Saarbrücken an die Parteien im Saarbrücker Stadtrat.
Mit freundlichen Grüßen
Ingrid Wacht, Fraktionsgeschäftsführerin
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Mitgliederversammlung
11.4.2010 von Sabrina.
Wir laden ein zur Mitgliederversammlung am Dienstag, 27.4., 19 Uhr im Haus der Umwelt!
Der Vorstand legt Rechenschaft ab und informiert. Für Getränke ist gesorgt.
Tagesordnung:
- Rechenschaftsbericht des Vorstands und der Kassenprüfung
- Neuwahl des Vorstands
- Ausblick auf die weiteren Aktivitäten
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Presse-Echo
12.3.2010 von Dietrich Strohmaier.
Die Saarbrücker Zeitung berichtete am 8.3.2010 aufgrund unseres Artikels im Umweltmagazin wie folgt:
BUND fordert von der Koalition mehr Einsatz für die Umwelt
Saarbrücken. “Wir wünschen uns, dass diese Koalition mehr für unsere Umwelt tut als die bisherige schwarz-gelbe”: So wendet sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) an die rot-rot-grüne Koalition im Stadtrat.
Hierzu, so der BUND, zählten etwa Maßnahmen gegen den Klimawandel sowie eine Verbesserung der Lebensbedingungen für die Menschen in der Stadt: “Der BUND hat dazu jahrelange Aufklärungsarbeit geleistet.”
Sinnvoll sei beispielsweise die Reduktion des CO-2-Ausstoßes etwa durch die Senkung des Energieverbrauchs und die Modernisierung der stadteigenen Gebäude. Weiterhin sollten erneuerbare Energien stärker genutzt werden. Der Fuhrpark der Stadt solle mit sparsameren Fahrzeugen ausgerüstet und das Personal im spritsparenden Fahren geschult werden. Außerdem will der BUND, dass der private Autoverkehr verringert wird.
Statt Geld für die “Stadtmitte am Fluss” auszugeben, solle die Stadt den öffentlichen Personennahverkehr verbessern, heißt es. Gebe es weniger Pkws in der Stadt, dann verringere das Lärm, giftige Gase und Feinstaub. Und das komme direkt den Menschen zugute, meint der BUND. Zudem könnte mehr Grün die Stadt attraktiver machen. Alle Parteien, so das Resümee der Umweltorganisation, könnten sich bemühen, die Lebensbedingungen in Saarbrücken zu verbessern.
Die Saarbrücker Zeitung berichtete am 10.3.2010:
Die Kosten des Klimawandels
Politiker sind weltweit gefordert, rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen
Schüler des Seminarfachs “Klima und nachhaltige Entwicklung” der Klassenstufe elf des Illtalgymnasiums haben sich umfassend über das Thema Klimaveränderung informiert und für das Projekt “Zeitung macht Schule” Berichte geschrieben.
Illingen. Als größtes Problem des 21. Jahrhunderts ist neben der Wirtschaftskrise der zunehmende Klimawandel ein nicht minder wichtiges Thema. Politiker auf der ganzen Welt sind mit dem Versuch beschäftigt, die Emission von Treibhausgasen zu senken, wobei auch sehr große Summen für die Klimapolitik ausgegeben werden. Eine große Herausforderung wird der Forschung mit der Ermittlung der entstehenden Kosten gestellt. Um diese zu berechnen, muss man im Voraus bereits zwischen zwei Kostenkategorien unterscheiden: Zum einen wären da die Kosten, die infolge der durch den Klimawandel verursachten Schäden entstehen. Dies können zum Beispiel Schäden sein, welche durch extreme Wetterereignisse hervorgerufen wurden.
Zum anderen fallen auch Kosten für die nachhaltige Vermeidung des Klimawandels und der eventuell entstehenden Schäden an, sogenannte Vorsorge- und Anpassungsleistungen. Insgesamt ist es jedoch sehr schwierig, den Geldwert dieser Kosten zu schätzen. Hauptsächlich betroffen vom Klimawandel sind unter anderem folgende Bereiche: Tourismus ( Anpassungen an klimatische Veränderungen). Gesundheitswesen (Zunahme von Krankheiten, unter anderem in Folge der steigenden Temperaturen). Baugewerbe (Schäden an Bauwerken). Energie (Einsatz von CO2-freier Technik). Verkehr (Zunahme von Schäden der Infrastruktur). Land- und Forstwirtschaft, die mit Waldbränden, Fehlernten und zunehmender Schädlingsdichte geschädigt wird. Die Begleichung der Kosten wird nicht nur von einem der genannten Sektoren, sondern von der gesamten Volkswirtschaft übernommen. Davon betroffen sind neben Unternehmen private und öffentliche Haushalte.
Beim Unterlassen von Klimaschutz bis zum Jahr 2050 und des damit verbundenen Ansteigens der Temperaturen um 4,5 Grad Celcius müsste Deutschland mit Kosten in Höhe von etwa 330 Milliarden Euro, verursacht durch Schäden, und etwa 300 Milliarden Euro, verursacht durch erhöhte Energiekosten, rechnen. Die Kosten für Vorsorge und Anpassungsleistungen würden sich in Deutschland auf jährlich 20 Milliarden Euro belaufen.
Global gesehen müsste nur ungefähr ein Prozent des weltweiten Bruttoinlandsproduktes aufgewendet werden, um vor den Schäden des Klimawandels zu schützen und eine Reduzierung der Emissionen hervorzurufen.
Eventuelle, durch die klimatischen Verhältnisse verursachte Schäden und die zu tilgenden Kosten werden sich vor allem auf Vermögensschäden, Ökosystemschädigungen und erkrankte Menschen beziehen. An vielen der momentan durchgeführten Studien wird gezeigt, dass der Klimawandel in vollem Gange ist und schon bald zu großen volkswirtschaftlichen Schäden führen wird. Ein unumgänglicher Weg ist es, jetzt schon mit eindämmenden Maßnahmen zu beginnen, um nicht später vor einem nicht zu bewältigenden Berg von Kosten und klimatischen Folgen zu stehen.
Der Klimawandel hat für alle teure Folgen.
Björn Enderlein
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Verbaute Erde - ökologisch versaute Erde
12.3.2010 von Godehard Grünewald.
Täglich nimmt der Flächenfraß durch Überbauung von Mutter Erde in Deutschland um mindestens 100 ha zu! Im Saarland sind dies 7.000 m², was jährlich einer Fläche von etwa 365 Fußballfeldern entspricht. Die so versiegelte Fläche erlaubt keinen Aufwuchs, keinen Austausch zwischen Atmosphäre und Boden und keinen regulären Abfluss in das Grundwasser. Sie ist damit biologisch tot. Diese Bauhybris hat keine Rechtfertigung durch Wohnraumbedarf, jedenfalls auf keinen Fall im Saarland. Nach neuesten Daten wird die Bevölkerung hier schon im übernächsten Jahr auf unter 1 Million Einwohner absinken. Die Landesplanung in Gestalt des Landesentwicklungsplans (LEP Siedlung) trägt dieser Entwicklung leider keine Rechnung. Stattdessen prognostizieren diese „Planer“ allein für die Stadt Saarbrücken bis zum Jahr 2016 einen Neubaubedarf von jährlich 623 Wohnungen. Dieses Programm basiert auf Zahlen, die schon zur Zeit der Konzeption des LEP viel zu hoch lagen und die durch die weitere Bevölkerungsentwicklung immer irrealer werden. Der Leerstand an Wohnungen und Häusern in Saarbrücken wird durch die schier endlosen Verkaufs- und Vermietungsanzeigen umfassend dokumentiert.
Dennoch weisen die Planer zu Lasten von Natur und Umwelt, aber zum Vorteil einzelner Interessenten Neubaugebiete aus. Nur zwei Beispiele dazu aus jüngster Zeit: Das Neufanggelände Am Homburg oder die geplante Bebauung des nördlichen Zoogeländes. Solche Interessentenpolitik wäre ohne die bereitwillige Vorbereitung durch die Stadtspitze und eine zum Jasagen neigende Stadtratsmehrheit nicht denkbar. Wenn wenigstens ein Ausgleich durch Entsiegelung von nicht mehr gebrauchten, verödeten, verkommenen Bauflächen vorgenommen würde. Die vom BUND Saar vor den Landtagswahlen im vergangenen Jahr befragten Parteivertreter von CDU, SPD und Linken hatten unserer Forderung eindeutig zugestimmt; sehen Sie hierzu unter www.bund-saar.de, Kandidatencheck nach. Also reine Wahlversprechen. „Es sollte nicht einer Gemeinde zur Ehre gereichen, wie viel selbst gewachsene Natur sie zerstört, sondern es sollte für eine Gemeinde Ehrensache sein, so viel wie möglich von ihrer natürlichen Landschaft zu schützen,“ so Friedensreich Hundertwasser im Mai 1990.
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Saarbrücken - immer noch ohne ökologische Wende?
14.11.2009 von Godehard Grünewald.
Es sieht nicht gut aus für eine Neubesinnung in der Stadt. CDU/Britz/SPD plädieren immer noch in großer Koalition auch nach den Wahlen weiter für das umweltschädliche Tunnelprojekt zur sogenannten “Stadtmitte am Fluss”. Ein Lichtblick ist aber ausgerechnet in Gestalt der FDP erschienen: Deren Fraktionschef im Stadtrat Fiedler, ebenso wie ihr Fraktionsführer Hartmann im Landtag, setzen sich hoffentlich durch, diese teure Gigantomanie zu kippen. Auch den Freien Wählern, ganz neu im Stadtrat vertreten, sei gedankt für ihre eindeutige Ablehnung! Indessen wurde die noch vom alten Stadtrat einstimmig beschlossene “Gestaltung” der Uferzone an der Berliner Promenade am 20.10.2009 eingeläutet: Reihenweise ließ die Stadt hier gesunde Bäume fällen, darunter eine Prachtplatane, die von einem Naturdenkmal zu Stammholz verwandelt wurde. Statt teurer Großprojekte wäre solide Tagesarbeit angesagt. So müssten die Markierungen der Fahrrad-/Gehwege in großem Umfang dringend erneuert, vorhandene Geh- und Radwege überhaupt in einem verkehrssicheren Zustand gehalten und planvoll erweitert werden. Gegen die Unsitte, Geh- und Radwege zum Abstellen von Kraftfahrzeugen zu nutzen, wird in Saarbrücken so gut wie nichts unternommen. Und weiter: Trotz der allgemeinen Kenntnis über die nachteiligen Folgen der weiteren Versiegelung von Grund und Boden für das Klima und den Wasserabfluss gibt es keine Bemühungen der Stadt, Ausgleich durch Entsiegelung nicht benötigter Flächen zu schaffen. Warum wird in Saarbrücken nicht, wie ansonsten in sehr vielen, auch saarländischen Städten und Gemeinden (z.B. Saarlouis, Blieskastel, Illingen), das Freilegen von versiegelten Privatflächen honoriert? Warum werden nicht endlich genügend Mitarbeiter für die Sauberhaltung von Geh-, Radwegen und Grünflächen eingesetzt, um die schlimme Verschmutzung der Stadt zu bremsen? Warum genehmigt die Stadt immer wieder Feuerwerke, die abgesehen vom nächtlichen Lärm auch den Schwebstaubgehalt unseres Gemeingutes “Luft” erhöhen? Viel ist zu tun!
Fotos: Thomas Hey
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Gleichgültig ob viel oder wenig CO2?
11.11.2009 von Dietrich Strohmaier.
Es ist unanständig, seinen Mitmenschen zu verletzen. Wenn aber die meisten Verbraucher die Lebensbedingungen aller zerstören, müsste die Gesellschaft dagegen etwas tun. Andernfalls wäre sie unheibar (?) erkrankt.
Der Klimawandel schädigt uns alle. Das Bundesumweltamt schätzt die Schäden für Deutschland auf etwa 42 Mrd. € pro Jahr. Die Furcht sitzt tief, sonst würden sich nicht weltweit viele Menschen und Regierungen damit befassen. Alle hoffen, dass bei einer Erhöhung der Durchschnittstemperatur um nur 2 Grad Celsius unser Biosystem auf der Erde nicht umkippt. Tatsächlich haben wir davon schon ca. 1,25 Grad verbraucht – je nach Bezugspunkt. Möglicherweise ist es schon zu spät, wie wir am Rückgang des Eises auf der Erde heute schon deutlich sehen können.
Einen Ausstoß von 2-3 Tonnen (t) pro Mensch und Jahr könnte die Erde vielleicht vertragen. Wir in Deutschland erzeugen aber 11t, im Saarland gar 20t. Es sollte also im Interesse aller sein, den Ausstoß zu senken. Dieser Aspekt müsste eigentlich Vorrang auch vor wirtschaftlichen Erwägungen haben. Wenn die Lebensbedingungen zerstört sind, nützen auch keine Arbeitsplätze mehr.
Deshalb kann es der Gesellschaft nicht gleichgültig sein, ob jemand viel oder wenig ausstößt. Wenn sie das nicht wollte, wäre sie ernsthaft erkrankt. Sie sollte sagen, dass es unanständig ist, mehr als 3t CO2 etwa für Verkehr, Heizen, Konsum usw. auszustoßen. So wie es als unanständig angesehen wird, jemanden zu verletzen. Wer selbst nicht geschädigt werden will, sollte auch nicht andere schädigen. Eine weitere Möglichkeit wäre, diejenigen zu belohnen, die sich vorbildlich verhalten und etwa Rad, Bus und Bahn fahren oder nicht fliegen.
Wie sehen Sie, Besucher dieser Seite, das? Kennen Sie überhaupt Ihren CO2-Ausstoß? Sehen Sie im Internet nach oder fragen Sie die Verbraucherzentrale. Der BUND Saarbrücken würde gerne Ihre Meinung dazu wissen. Schicken Sie uns eine Mail unter mail@bund-sb.de, rufen Sie uns an unter 0681 9679440 oder schreiben an BUND Saarbrücken, Ev.-Kirch-Str. 8, 66111 Saarbrücken.
(Dies ist die Langfassung des Artikels im Umweltmagazin)
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