bund-sb.de Die Webseiten der Saarbrücker BUND-Ortsgruppe

18. Mai 2011

Fukushima

Filed under: Allgemein,Energie,Politik — Dietrich Strohmaier @ 09:52

Nach Tschernobyl hat nun der GAU im hochindustrialisierten Japan gezeigt, dass die
Kernkraft letztlich nicht beherrscbar und zu teuer ist. Die Vertreter dieser Energieform
nehmen die Gefahren offenbar billigend in Kauf. Nach Fukushima ist es auf jeden
Fall unmoralisch, noch Atomstrom zu kaufen und so die AKWs zu unterstützen. Die
erneuerbaren Energien sind ungefährlich und nachhaltig. Die herrschende Mehrheit
hat es leider viele Jahre lang geschafft, deren Entwicklung mit Nachdruck zu fördern.
Zum Glück scheint sich wenigstens die öffentliche Meinung langsam zugunsten der
erneuerbaren zu drehen.

atomkraftneindanke

24. März 2011

Dringend Unterstützung gesucht!

Filed under: Energie,Politik,Veranstaltung — Dietrich Strohmaier @ 17:42

Wir suchen für den Anti-Atom-Montagsspaziergang am kommenden Montag, den 28.3. (und folgende Montage) BUNDler oder andere engagierte Bürger, die das BUND-Banner oder eine Abpfifffahne tragen, den Wagen mit dem Atomfass ziehen, die Beschallungsanlage ziehen, Flugblätter verteilen. Natürlich auch Menschen, die „nur“ mitgehen.
Treffpunkt ist ab 17.30 Uhr unterhalb der Schlossmauer Saarbrücken. Ende der Veranstaltung ca. 19.15 Uhr (vor der Europagalerie)
Wer helfen möchte wendet sich bitte umgehend an Petra Petry von der Landesgeschäftsstelle des BUND Saar 0681 813700, petra.petry[AT]bund-saar.de.

flyer.pdf

atomflyerkleiner.jpg

16. März 2011

Lehren aus Fukushima?

Filed under: Energie,Naturschutz,Politik — Dietrich Strohmaier @ 07:44

Die Reaktorkatastrophe in Japan legt folgende Schlüsse nahe:

o Die diesbezüglichen Warnungen der Umweltbewegungen haben sich bestätigt.

o Es ist zu befürchten, dass sich auch die anderen Befürchtungen – etwa hinsichtlich des Klimawandels – bewahrheiten.

o Die beschwichtigenden Argumente der entsprechenden Industrievertreter und die der betreffenden Verbraucher sind letztlich unzuverlässig.

o Das Hauptargument der Atomlobby, der angeblich unschlagbar niedrige Preis, sollte angesichts der immensen und kaum bezifferbaren Schäden eigentlich komplett hinfällig geworden sein.

o Wie gehe ich damit um, dass die derzeitige Mehrheit auch meine Lebensgrundlagen zumindest gefährdet, wahrscheinlich aber schließlich zerstört?

o Unser Grundgesetz garantiert die körperliche Unversehrtheit. Die derzeitige Mehrheit sorgt aber dafür, dass diese Garantie praktisch wertlos ist. AKWs mit einem Jahrtausende lang strahlenden, lebensgefährdendem Müll dürften keine Betriebserlaubnis bekommen (haben).

o Diejenigen, die umweltgerecht leben (z.B. weniger als 2 t CO2 pro Jahr benötigen) befinden sich in einer Notwehrsituation.

o Diese Lage gebietet zumindest stärkere Worte. Also etwa: Du Atomstrom-Käufer  … usw. gefährdest mich und verletzt mein Menschenrecht.
Und nicht wie bisher üblich: Wir Umweltschützer können den anderen doch keine Vorschriften machen. Wir müssen ihnen die umweltgerechte Lebensweise so positiv darstellen, dass sie diese freiwillig übernehmen.
Wenn wir denen mit dem „erhobenen Finger“ kommen wenden die sich ab usw.

o Muss ich denjenigen, die durch den Atomunfall leiden, ihn aber durch ihre Akzeptanz dieser Energie mitverursacht haben, auch noch helfen? Mitleid gewiss. Es wäre noch stärker wenn ich wüsste, dass die Betroffenen den Zusammenhang erkennen. Sonst machen sie ja so weiter.

o Die Befürworter der Atomenergie wollen natürlich keine Diskussion hierüber. Deshalb verschanzen sie sich hinter der Schein-Moral mit dem Argument „im Angesicht der Schäden dies jetzt nicht parteipolitisch auszuschlachten“.
Erstaunlich jetzt die schnelle Einsicht von Schwarz-Gelb, dass die AKWs vielleicht doch nicht so sicher sind.

25. Februar 2011

Leerlauf von Motoren

Filed under: Energie,Verkehr — Dietrich Strohmaier @ 11:37

Die Spritpreise sind zu hoch, die Konzerne und der Staat zocken ab tönt es mal landauf landab. Wie oft sehe ich aber Autos, deren Motoren nutzlos im Stand laufen? Auf meine Frage nach dem Warum bekomme ich keine vernünftige Antwort. Eher werden die Menschen ungehalten oder drohen mir gar Schläge an. Als ob diese ein Recht oder gar eine Pflicht zur Schädigung ihres Mitmenschen oder unserer Umwelt hätten. Durch das Abschalten im Leerlauf ließe sich zwar nur eine kleine Menge CO2 vermeiden. Aber es würde signalisieren, dass solchen Fahrern ihr Mitmensch und unsere Umwelt etwas wert ist.

16. Februar 2011

Aggressive Leuchtreklame

Filed under: Energie — Dietrich Strohmaier @ 16:14

Reklame hat die positive Aufgabe, die Verbraucher über Neues zu informieren. Die Kehrseite ist, dass die finanzstarken Unternehmen mit ihrem Geld große Einflussmöglichkeiten haben. Rundfunk, Fernsehen und Zeitungen sind mittlerweile weitgehend davon abhängig geworden. Sichtbar wir dies auch im Stadtbild mit immer aktiveren Reklametafeln. Das neueste ist eine äußerst leuchtstarke Tafel in der  Art eines riesigen Bildschirms an einem hohen Haus an der Westspange. Diese ist so hell, dass selbst in weit entfernten Wohnungen das Flimmern bei Nacht an den Wänden unangenehm auffällt. Dies ist Umweltverschmutzung durch Licht ähnlich wie Laserstrahlen am Nachthimmel. Die ablenkende Wirkung auf die Autofahrer ist ebenfalls offensichtlich. Die Menschen sollten sich endlich gegen die Vermüllung ihrer Lebensräume gleich welcher Art wehren.

15. Februar 2011

Der ökologische Fußabdruck

Filed under: Allgemein,Energie — Dietrich Strohmaier @ 21:02

Wie umweltbewusst leben Sie? Die Internet-Nutzer können leicht ausrechnen, wie es damit bei ihnen ist. Gehen Sie z.B. auf www.gjgt.de/fussabdruck/ und beantworten einige Fragen. Dann wissen Sie, wo sie stehen. Leider bräuchten die meisten mehr als eine Erde. Und das heißt, dass das auf die Dauer nicht gut gehen kann.

10. Januar 2011

Anti-Atom-Demo

Filed under: Energie,Politik,Veranstaltung — Dietrich Strohmaier @ 19:10

Das, was von der Bundesregierung beschlossen wird kommt natürlich auch in Saarbrücken an. Unter Schwarz/Rot wurden die Banken mit Milliarden unterstützt. Wie schön, wenn wenigstens ein bisschen davon für alternative Energien oder Mobilität eingesetzt worden wäre. Mit der Abwrackprämie wurde weiter die vorherrschende Anti-Umwelt-Politik demonstriert. Schwarz/Gelb macht jetzt so weiter. Die Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke verzögert und behindert den Ausbau der alternativen Energien. Offensichtlich scheint sich die Bevölkerung langsam zu wehren, wie etwa Stuttgart 21 zeigt. Auch in Saarbrücken zeigt sich dies etwa mit den Montagsspaziergängen gegen die Atomkraft. Sie als Verbraucher haben die Möglichkeit, durch den Wechsel hin zu atomstromfreien Anbietern den AKW-Betreibern einen Strich durch die Rechnung zu machen.

6. Juli 2010

Benzin kostenlos für alle?

Filed under: Energie,Politik,Verkehr — Dietrich Strohmaier @ 16:09

Populisten wie der Chef einer saarländischen Volkspartei fordern eine staatliche Deckelung der Spritpreise. Aber er sagt nichts dazu, wie der CO2-Ausstoß weiter abgesenkt werden soll. Denn wenn der Sprit billiger würde, stiege der Verbrauch doch an. Wegen des Klimawandels sollte er aber sinken. Als Populist müsste er fordern, dass der Sprit aus sozialen Gründen abgegeben würde, – das könnte ihm noch mehr Stimmen einbringen. Er bewegt sich auf der Linie des Ex-Autokanzlers, der zu Beginn der rot-grünen Koalition mit einem „Basta“ die Ökosteuer auf 6 Pfg./Liter eingefroren hat. In der gegenwärtigen Krise der Staatsfinanzen würde doch nichts näher liegen, als die Ökosteuer zu erhöhen. Das würde den CO2-Ausstoß senken und zudem positive Signale etwa für sparsamere Autos, Wärmedämmung usw. aussenden. Unser ehemaliger Bundespräsident Köhler hatte zu Recht eine andere Einstellung zu höheren Benzinpreisen gefordert. Die wütenden Reaktionen in Leserbriefen in der Saarbrücker Zeitung hierzu zeigen leider, dass die Verbraucher noch lange nicht dazu willens sind. Sie werten leider den kurzfristigen finanziellen Vorteil offenbar höher als die langfristigen Schäden.

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© Andreas Morlok / PIXELIO

29. Juni 2010

Der Saarbrücker Wald wurde gekalkt

Filed under: Energie,Naturschutz,Verkehr — Dietrich Strohmaier @ 13:24

Jetzt ist es tatsächlich passiert:
Tonnenweise wurde Kalk über weiten Teilen des Stadtwaldes ausgekippt. Aus einem Kübel an einem Hubschrauber wurde der Kalk verteilt. Fußgänger waren gewarnt worden. Wie wurden die anderen Lebewesen gewarnt? Also ich wollte mich nicht mit Kalk bestäuben lassen. Sie etwa? Zur Rettung des Waldes oder nur des Ertrags aus dem Wald? Und das alles, damit die Mehrheit weiter etwa mit immer größeren Autos in der Gegend herum fährt, zum Spaß in die Karibik fliegt, sinnlos konsumiert oder kein Geld für die Wärmedämmung ihrer Häuser und Wohnungen ausgeben muss? Kann das gut gehen? Wer im Sinne des Umweltschutzes nachhaltig wirtschaftet braucht nicht zu solch abartigen Maßnahmen zu greifen.

Waldkalkung

© Foto von PIXELIO

23. April 2010

Filmkritik: „Die 4. Revolution – Energy Autonomy“

Filed under: Allgemein,Energie — Dietrich Strohmaier @ 10:40

Der Film „Die 4. Revolution – Energy Autonomy“ von Carl-A. Fechner berichtet eindrucksvoll von Projekten in der Welt, die dezentral regenerativ Energie liefern. Es wurde zudem verdeutlicht wie die Art der Energieerzeugung unsere künftige Welt prägen wird. Einerseits die Besitzer und Nutznießer der fossilen und atomaren Energien, die den Klimawandel und die Folgen – etwa CO2 und 100 000 Jahre Atommüll – weitgehend ausblenden. Andererseits die erstaunlichen Persönlichkeiten, die dem Mainstream zum Trotz den Ausstieg praktizieren. Deutlich auch die Botschaft, dass dezentral erzeugte regenerative Energie die Macht der großen Konzerne begrenzen könnte.
Ausgeblendet wurde der Verbraucher und Wähler, der durch sein Verhalten die derzeitige Situation mit verursacht hat. Wieso kauft er in Deutschland nicht mehr Ökostrom, der noch nicht einmal teurer sein muss? Hier scheint mir der Film stark von Hermann Scheer, dem Umwelt-Spezialisten der SPD, geprägt zu sein. Die großen Parteien vermeiden es eifrigst, den Verbraucher zur Einsparung oder gar zum Verzicht zu ermuntern. Das wäre doch etwas, das jeder mit unmittelbarem Erfolg umsetzen könnte. Das fehlte dem Film und deshalb ist seine unmittelbare Auswirkung auf den Umweltschutz begrenzt.

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