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- 15.5.2009: Autobahntunnel A 620 in Saarbrücken, die imaginäre Verkehrswende der grünen Stadtratsfraktion.
- 14.2.2009: Stadtmist am Fluß
- 23.1.2009: Leserbrief zur "Abwrackprämie"
- 19.1.2009: Stellungnahme 2: Saarbahn, Herr Backes
Weblinks
Archiv der Kategorie Naturschutz
Autobahntunnel A 620 in Saarbrücken, die imaginäre Verkehrswende der grünen Stadtratsfraktion.
15.5.2009 von Godehard Grünewald.
Die grüne Stadtratsfraktion hat zu einem sogenannten Hearing eingeladen. Thema: “Bringt ‘Stadtmitte am Fluss’ die Verkehrswende?” und fügt in der Einladung gleich hinzu, dass mit dem Projekt eine grundsätzliche Verkehrswende eingeleitet werden kann. Welche Verkehrswende, bitte, soll die Versenkung einer vorhandenen Autobahn auf 1,5 km Länge für sage und schreibe 350 Mio. € denn bringen? Im Gegenteil: Dieser Umbau verlagert einen erheblichen Teil des hier fliessenden Verkehrs auf Innenstadtstraßen, wie Röder-, Tal-, Metzer-, Stengel-, Heuduck-, Großherzog-Friedrich-Straße. Dabei geht es nach den eigenen Berechnungen der städtischen Planer um rd. 20.000 Kraftfahrzeuge jeden Tag. Weiterhin beinhaltet das Stadtmitteprojekt keine Perspektive für eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs oder etwa park-and-ride-Parkplätze. Die grüne Stadtratsfraktion suggeriert also eine imaginäre Verkehrswende, mehr noch sie hat diesem Projekt in Kenntnis dieser Fakten zugestimmt, obwohl es insbesondere auch aus vielen anderen Gründen ökologische Nachteile mit sich bringt: Bestehende Chancen, einen verbesserten Hochwasserschutz zu bewirken, werden zunichte gemacht, nur um das Projekt verwirklichen zu können; Grundwasser und Grünbestand werden gefährdet bzw. sogar dezimiert; die Saar wird weiter kanalisiert, indem noch vorhandene natürliche Uferböschung durch Kaimauern beseitigt werden soll. Vom Verkehrschaos während einer viele Jahre dauernden Bauzeit mit den daraus resultierenden zusätzlichen Immissionen durch Schadstoffe und Lärm gar nicht zu sprechen. Über alle dies müsste mit den Zuhörern aber diskutiert werden. Indessen ist eine Diskussion mit dem Publikum erst gar nicht beabsichtigt. Bei einem Umtrunk, so heißt es, könnte Gelegenheit zum Gespräch mit den Podiumsgästen bestehen. Also nichts als Wahlkampf, schade.
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Stadtmist am Fluß
14.2.2009 von Godehard Grünewald.
Auf große Resonanz stiess die klar ablehnende Stellungnahme unseres Landesvorstands gegen dieses teure Großprojekt. Es lohnt sich, die Presseerklärung Nr. 3/2009 auf der Seite bund-saar.de nochmals anzuschauen. Die dazu veröffentlichten Meinungen Dritter fielen in Presse, Rundfunk und Fernsehen durchaus unterschiedlich aus. Um nochmals in einigen wesentlichen Punkten zusammen zu fassen:
1. Das Projekt würde durch die Untertunnelung der Autobahn A620 zu einer gravierenden Verschlechterung des Hochwasserabflusses der Saar führen und umfangreiche Massnahmen erfordern, um als Ausgleich neuen Stauraum im Bereich des Naturschutz- und FFH-Gebiets St. Arnualer Wiesen zu schaffen. Es wird damit aber die Möglichkeit beseitigt, im Hinblick auf die Klimaveränderung mit vom Umweltbundesamt im Saarland untermauerter, gravierender Zunahme der Winterniederschläge hier vielleicht neuen, zusätzlichen Stauraum für Hochwasser zu schaffen.
2. Die Untertunnelung würde tief im Grundwasser liegen und zu einem Grundwasserstau auf der Hangseite führen. Grundwasser müsste deshalb laufend abgepumpt werden, um es in die Saar zu befördern.
3. Im Wasserschutzgebiet der Gewinnungsanlage St. Arnual sind große Eingriffe in die Deckschicht erforderlich, eine Gefährdung des Grundwassers kann nicht ausgeschlossen werden.
4. Die Wilhelm-Heinrich-Brücke müsste vollständig abgerissen und neu gebaut werden, die dortige Ein- und Ausfahrt auf die Autobahn wäre nicht mehr möglich, mit gewaltigen Problemen für den innerstädtischen Verkehr: Auf der Röderstr. werden über 17.ooo Fahrzeuge am Tag erwartet. Dabei soll eine solch befahrene Straße und deren Umgriff nach dem Planungsziel der Stadt Saarbrücken eine “Promenade” bilden mit Erholungsfunktion und Genuss der Nähe zum Fluss!! Auch etliche andere Straßen wie Stengel-, Metzer-, Mainzer-, Halbergstr. werden bei Realisierung des Projekts noch weiter mit Verkehr belastet werden.
Das alles ergibt sich aus den eigenen, den Planungsbehörden vorliegenden Gutachten. Aber man will das Projekt, koste es was es wolle. Dabei könnte der gesamte Bereich der A620 ohne das gigantische Tunnelprojekt und damit viel billiger durch Lärmschutzwände beiderseits der Fahrbahnen entscheidend ruhiger werden. Das gilt gerade auch für den Staden, vor allem auch dann, wenn auch überwachte Geschwindigkeitsbeschränkungen bestimmt und schallschluckende Fahrbahnbeläge aufgebracht würden.
Zu unserer Kritik gibt es bemerkenswerte Stellungnahmen aus dem politischen Raum: Der Oberbürgermeisterin von Saarbrücken fiel dazu ein, den Verkehr auf der Röder-Str. dann eben mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h zu regulieren. Jeder Verkehrsteilnehmer müsste aber wissen, dass bei einer auf 30 km/h, wenn sie denn überhaupt eingehalten werden, dann mit so vielen Fahrzeugen belasteten Röderstr Staus. weiterer Lärm und Abgase sowie Umgehungssuchverkehr die zwingende Folge wären.
Direkt lustig ist eine Stellungnahme des Stadtverordneten Guido Vogel von den Grünen (hier und hier), denn er hält die Kritik des BUND nur für halb gerechtfertigt, stimmt aber selbst einer Mittelvergabe für das Projekt zu, also ein Projekt, das nach seiner eigenen Wertung doch wohl zumindest halb falsch sein muss. So biedert er sich den anderen Stadtratsfraktionen an, wohl im Hinblick auf die kommende Stadtratswahl und künftige Koalitionen. Doch gerade bei diesem Riesenprojekt mit mindestens 400 Millionen € Kosten sind taktische Halbherzigkeiten weder im Sinne von Natur und Umwelt angebracht, noch im Sinne eines sorgsamen Umgangs mit öffentlichen Mitteln, aus welchen öffentlichen Töpfen das Geld auch immer kommen soll; denn sie speisen sich immer aus den Steuern und Abgaben der Bürger.
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Stadtluft – Bäume sind wichtig für das Klima
14.10.2008 von Sabrina.
Der Klimawandel wird auch in unseren Breiten immer häufiger für tropische Nächte sorgen. Vor allem die Großstädte werden nachts kaum mehr abkühlen. „ In extremen Situationen sind die Nächte im Stadtzentrum acht Grad wärmer als im Umland, so Dieter Scherer von der Technischen Universität Berlin. Der Klimatologe appelliert deshalb an die Städte, sich für die Zukunft zu wappnen und Netzwerke kleiner, mittlerer und großer Grünflächen anzulegen. Denn Parks und Frischluftschneisen kühlen nachts kräftig aus und geben die angenehmen Temperaturen im Umkreis von bis zu 300 Metern ab. Den Verantwortlichen im Amt für Grünanlagen und Forsten der Stadt Saarbrücken müssten angesichts dieser „ Botschaft „ die Ohren klingeln. Statt Pflegemaßnahmen an dem vorhandenen Baumbestand durchzuführen und Neuanpflanzungen vorzunehmen, lässt das Saarbrücker Grünamt leider immer noch völlig unbegründete Baumfällungen durchführen. Das Beispiel der Seilerstrasse im Nauwieserviertel zeigt in aller Deutlichkeit, dass die Verantwortlichen die Klimabotschaft entweder nicht verstanden haben oder einfach ignorieren. Vor ca. 2 Jahren wurden in der Seilerstrasse alle Bäume abgeholzt, damit „ Straßenlaternen „ installiert werden konnten. Trotz der Lippenbekenntnisse des damals zuständigen Bürgermeisters Breuers, für jeden der abgeholzten Bäume, neue Bäume anzupflanzen ist immer noch nichts passiert. Doch: die Hälfte der freien Flächen wurde zugepflastert, die noch vorhandenen wenigen freien Flächen, sind als Hundeklos umfunktioniert worden. Die Ortsgruppe des BUND wird auch weiterhin die peinliche Klimapolitik der Stadt anprangern und nicht eher Ruhe geben, bis die Seilerstrasse wieder mit Bäumen bepflanzt wird.
Hermann Holste
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Den Roßkastanien helfen
24.10.2006 von Dietrich Strohmaier.
Wir unterstützen die Initiative “Rettet die Kastanien” in Saarbrücken und veröffentlichen hiermit deren Pressemitteilung vom 23.10.2006. Der Leiter des Saarbrücker Grünamtes bestätigte die Feststellungen der Gruppe und teilte zudem mit, dass auch in diesem Jahr die Pheromon-Fallen erneuert worden seien.
Stadtkastanien: Laub-Fegen zeigt Wirkung
Die Laubsammelaktionen des letzten Jahres, bei denen Bürger in St. Arnual in Eigeninitiative das Laub der Stadtkastanien abgesammelt und zu den städtischen Grünschnittkontainern gebracht haben, zeigen ihre Wirkung: die Kastanien erholen sich sichtlich vom Schädling Miniermotte.
Als Folge blieb in diesem Jahr das Laub der Kastanien länger grün und der Befall durch die Larven der Motte, die sich im Blattwerk einnisten, ist reduziert. Um den Baumschädling weiter zu bekämpfen und zum Erhalt der Roßkastanien beizutragen, ruft die Initiative “Rettet die Kastanie” wieder die Bürger Saarbrückens auf, in den Straßen ihrer betroffenen Wohnviertel das Kastanienlaub zu fegen und zu entsorgen.
Auch in diesem Jahr werden vom BUND Saar (Bund für Umwelt und Naturschutz) wieder Papiersäcke gestellt, die an den Grünschnittkontainern der Stadt zur Entsorgung abgegeben werden können. Die Säcke sind kostenlos erhältlich am Info-Schalter des Rathauses Saarbrücken oder direkt beim BUND Saar, Geschäftsstelle, Haus der Umwelt, Evangelisch-Kirch-Str. 8. Ebenso kann das Kastanienlaub am Vortag der wöchentlichen Straßenreinigung in die Straßenrinne gefegt werden.
Also: Bürger greift zum Laubrechen!
Weitere Infos: Initiative “Rettet die Kastanie”, Ansprechpartner: Robert Serra, info@rettet-die-kastanie.de
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