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Franzenbrunnen - alternativlos?

Muss dort wirklich gebaut werden? Dieser Meinung frönt eine große Koalition im Saarbrücker Stadtrat. Wir sind aus ökologischen Gründen ganz anderer Ansicht, denn ein dort seit Jahrzehnten in mühevoller Arbeit mit Hilfe von behinderten Menschen in ökologischem Landbau aufgebauter Gartenbetrieb sowie eine stadtnahe Grünzone mit dem Vorkommen besonders geschützter Arten, wie der Zauneidechse mit nachgewiesenen Gelegen, verdienen es, erhalten zu werden. Wenn sich daher eine große Zahl Saarbrücker Bürger gegen den Raubbau an Grund und Boden und Naturzerstörung wehrt, ist das ein hoffnungsvolles Zeichen. Es werden nämlich in Deutschland weiterhin täglich neu 87 ha=870000 m²=124 Fußballfelder Boden versiegelt, d.h. bebaut. Dabei verlangt das Gesetz, dass mit Grund und Boden sparsam und schonend umgegangen werden muss. So gibt es für die Stadt am Franzenbrunnen auch keinen Bauzwang, der vor allem auch nicht aus dem bestehenden Flächennutzungsplan hergeleitet werden kann. Man darf es getrost als Vernebelungsstrategie bezeichnen, wenn die städtische Planungsreferentin, Frau Wandel-Höfer, wie übrigens auch Frau Britz, eine Bebauung quasi im Sinne eines Obligo einfordern und kühn auch noch als alternativlos bezeichnen. Ist es eigentlich verwunderlich, wenn sich immer mehr Bürger angesichts solcher Polittaktik verweigern, an Wahlen teilzunehmen, wie bei der OB-Wahl am 23.10.? Nach jeder Wahl mit geringer Wahlbeteiligung pflegen die gewählten oder nicht gewählten Kandidaten dasselbe Ritual: Sie geben die gewohnten Worthülsen von sich wie etwa, man müsse die Bürger mehr “mitnehmen” oder “Wir müssen mehr zu den Menschen hingehen”, so Originalton Frau Britz am Abend des 23.10. Die Worthülsen, mit denen auch wir Umweltwschützer bedient werden, ärgern uns schon lange. Zum Beispiel kennen wir doch die von Parteien und Kandidaten verkündeten Programme, wonach sie Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften, Abfallvermeidung, Recycling usw. angeblich ganz wichtig nehmen. Was sah man aber im OB-Wahlkampf? Jede Menge hochglanzbeschichtete Zeitungsbeilagen, Handzettel, Werbekarten usw. Die Spitze dieses Mißbrauchs lieferte Hochglanz-Strobel, der mit Glanz und wenig Gloria gescheiterte OB-Kandidat der CDU. Aber auch die grüne Kandidatin war nicht frei von Hochglanzpropaganda. An einem grünen Infostand, vom Autor dieser Zeilen darauf angesprochen, antwortete eine grüne Helferin, dass solche Werbung doch besser sei als Vollplastik zu verwenden!! Da bleibt als Resümee: Wir Bürger wollen nicht “mitgenommen”, sondern endlich ernst genommen werden und zwar alternativlos! Godehard Grünewald

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Presseerklärung Franzenbrunnen

Saarbrücken, 24.09.2011
Presseerklärung
der Ortsgruppe Saarbrücken des Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland (BUND), Landesverband Saar e.V.

 

Die von der Stadt Saarbrücken geplante Bebauung des Gebiets Franzenbrunnen in Alt-Saarbrücken veranlasst energischen Protest. Die Stadt will hier das bisher im wesentlichen nbebaute, natur- und stadtnahe Erholungsgebiet für zahlreiche Ein- und Zweifamilienhäuser sowie eine Kindertagesstätte erschließen und verkaufen. Weder aber besteht dafür eine erkennbare, noch erst recht eine nachgewiesene Wohnungsnot, die für eine weitere Bodenversiegelung vielleicht früher als Rechtfertigung hätte angeführt werden können:
Der bauliche Entwicklungswahn führt dazu, dass in Deutschland jeden Tag etwa 100 ha Grund und Boden neu verbetoniert oder asphaltiert werden. Wir sehen darin kein verantwortbares Verhalten der Planer in Stadt und Land. Gerade auch Saarbrücken weist nämlich eine stark rückläufige Bevölkerungsentwicklung auf. So wird die Stadt nach den Prognosen in absehbarer Zeit noch für vielleicht 160.000 Einwohner
Wohnsiedlungsfläche zur Verfügung stellen müssen gegenüber 190.000 Einwohnern, die noch vor rd. 20 Jahren gezählt wurden.

“Wir Menschen, in Saarbrücken und überall in Deutschland, müssen endlich auch im Bodenverbrauch eine Wende zurück zu Realität und Sparsamkeit finden,” so Godehard Grünewald vom BUND Saarbrücken, denn den natürlichen Boden der Mutter Erde zu versiegeln bewirkt,
… dass der Austausch zwischen der Atmosphäre und dem Boden verhindert wird;
… dass sich unser Klima weiter erwärmt;
… dass die Versickerung des Niederschlagswassers zum Grundwasser gehemmt und
das Regenwasser auf der versiegelten Oberfläche viel zu schnell abläuft und
Hochwassergefahren nur noch erhöht werden;
… dass die gewachsene Fauna und Flora kaputt gemacht wird.
Am Franzenbrunnen soll ein seit über 20 Jahren ökologisch entwickelter Land- und Gartenbaubetrieb ebenfalls der Bebauung geopfert werden, der zudem Arbeitsplätze für schwer vermittelbare, auch behinderte Mitbürger bietet. Die erheblichen ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leistungen dieser Einrichtung würden vernichtet.
Eine verantwortbare Planung? Ökologisch? Sozial? “Nein”, sagt Frau Dr. Andrea Wurm vom BUND Saarbrücken. “Hier müssen sich wieder einmal andere, fiskalische Interessen gegenüber den Forderungen von Natur und Umwelt durchgesetzt haben.” Richtig ist nämlich, dass die Stadt diese überwiegend ihr gehörenden Grundstücke nach der Erschließung teuer vermarkten will. Also verschließen die dafür verantwortlichen Akteure bewusst ihre Augen gegenüber Fauna und Flora des Gebiets Franzenbrunnen, wo auf Initiative von engagierten Bürgern nicht nur mindestens eine stark gefährdete Echsenart festgestellt wurde, sondern auch 42 verschiedenen Vogelarten, darunter 36 Brutvogelarten. Noch nicht festgestellt wurde am Franzenbrunnen bisher der bekannte federlose Geier. Dieser sich überall stark vermehrende Vogel kann dafür aber ständig über dem Saarbrücker Rathaus kreisend gesichtet werden.

ViSP Dietrich Strohmaier, BUND Saarbrücken

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Halberg-Guss, es stinkt weiter!

Halberg-Guss, langjährig in Saarbrücken-Brebach ansässig, ist ein bedeutender Zulieferer der Automobilindustrie. Diese Industrie befindet sich wieder in einem außerordentlichen Aufschwung, die Absatzzahlen steigen, auch und gerade bei den großvolumigen Fahrzeugen, an deren Motoren Halberg-Guss besonders gut verdient. Die Fa. ist aus einer Insolvenz wieder heraus. Die Produktion läuft auf vollen Touren, nur leider verbunden mit den immerwährenden Gestanksbelästigungen, die sich je nach Wetterlage über weite Teile der Stadt ausdehnen. Die Immissionsschutzbehörden (Landesamt, Ministerium) scheinen untätig oder ohnmächtig. Bürgerbeschwerden blieben unter diesen Umständen schon in der Vergangenheit sinn- und nutzlos. Ohne Investitionen der Fa. kann aber wohl keine Verbesserung eintreten. Gegen solche Forderungen wird aber leider einmal mehr das Totschlagargument eingesetzt, keine Arbeitsplätze gefährden zu wollen, immer schön zu Lasten gesunder Umwelt- und Lebensbedingungen!

Godehard Grünewald

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Franzenbrunnen, eine peinliche Geschichte

Der Stadtrat hatte in früheren Jahren ein Projekt des Planungsamtes  abgelehnt, am Franzenbrunnen eine grosses Baugebiet zu schaffen, abgelehnt übrigens auch von den GRÜNEN wegen ökologischer Bedenken. Jetzt auf einmal scheint diese Bebauung aber einhellige Unterstützung des Stadtrats zu finden. Dabei argumentiert man, es bestehe dringender Bedarf für neues Wohnbauland in Saarbrücken. Merkwürdig, denn die Bevölkerungszahlen sind im ganzen Saarland inklusive Stadt Saarbrücken stark rückläufig. Wo soll denn jetzt der Bedarf  herkommen? Wir werden dieser Frage mit allem Nachdruck nachgehen, weil jede Überbauung von bisher nicht oder nur unwesentlich genutzten Landschaftsflächen die unselige Versiegelung von Grund und Boden fortsetzt, mit allen negativen Auswirkungen auf die Vegetation, das (Klein-)Klima, Grundwasser, Wasserabfluss usw. Das gilt umso mehr, als das Gebiet Franzenbrunnen von der eilfertigen Stadtspitze hartnäckig als ökologisch völlig unproblematisch bewertet wird. Der Bürgerinitiative sei daher gedankt, gerade in dieser Hinsicht bedeutende Fakten geliefert zu haben, die der Stadtplanung das Gegenteil nachweisen. Das Projekt kann also wahrlich nicht als “Leuchtturmprojekt” gewertet werden, zu dem es der grüne Stadtrat Brück bereits hochstilisiert hat (Wochenspiegel vom 13.07.2011).

Godehard Grünewald

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Lebensstil und Ethik

Im Umweltmagazin 2/2011 des BUND Saar hat Caroline Jung auf den Seiten 32 und 33 sehr deutlich beschrieben, wie übertrieben unser Lebensstil ist. Er gefährde unsere Lebensgrundlagen wir würden davon noch nicht einmal glücklicher. Der ökologische Rucksack oder der ökologische Fußabdruck zeigen ganz deutlich, dass wir unserer Erde zu viel aufbürden. Ihrem Rat, unseren Lebensstil umweltfreundlicher zu machen, kann ich nur beipflichten. Aber es reicht nicht, nur mit gutem Beispiel voran zu gehen. Dazu ist unser gesellschaftliches Umfeld zu sehr von Wachstum und Konsum geprägt. Zudem fehlt den meisten Menschen der Wille und die Kraft, sich zu widersetzen. Die langfristigen schlimmen Folgen werden verdrängt wie jeder das täglich an seinen übergewichtigen, rauchenden und bewegungsarmen Mitmenschen beobachten kann. Sie hoffen, dass es schon nicht so schlimm kommen wird. Doch durch die Naturgesetze werden die schlimmen Folgen – Hunger, Unwetter, Migration usw. - zwangsläufig eintreten. Müssen jetzt diejenigen, die bei dieser Zerstörungsorgie nicht mitmachen, diese einfach erdulden? Das Grundgesetz garantiert allen ihr Lebensrecht. Diese Garantie steht jedoch nur auf dem Papier wie etwa die täglichen Unfallzahlen im Straßenverkehr verdeutlichen. Also ist Widerstand gegen diese Entwicklung geboten. Aber wie könnte dieser aussehen? Als erstes kann ich als Umweltfreund meinen Mitmenschen direkt sagen was Ihr Verhalten mit mir macht. Die Umweltverbände könnten in ihren Aussagen deutlicher werden. Caroline Jungs Appell ist viel zu allgemein und wird kaum jemanden beeindrucken. Die Umweltfreunde könnten zudem sich mehr in den Umweltverbänden und in den Parteien für ein Umschwenken engagieren. Wer sich dazu nicht in der Lage fühlt sollte sich fragen ob sein Leben wirklich in die richtige Richtung geht.

 

Dietrich Strohmaier

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Fukushima

Nach Tschernobyl hat nun der GAU im hochindustrialisierten Japan gezeigt, dass die
Kernkraft letztlich nicht beherrscbar und zu teuer ist. Die Vertreter dieser Energieform
nehmen die Gefahren offenbar billigend in Kauf. Nach Fukushima ist es auf jeden
Fall unmoralisch, noch Atomstrom zu kaufen und so die AKWs zu unterstützen. Die
erneuerbaren Energien sind ungefährlich und nachhaltig. Die herrschende Mehrheit
hat es leider viele Jahre lang geschafft, deren Entwicklung mit Nachdruck zu fördern.
Zum Glück scheint sich wenigstens die öffentliche Meinung langsam zugunsten der
erneuerbaren zu drehen.

atomkraftneindanke

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Radfahren in Saarbrücken

Wer sich in Saarbrücken auskennt und seine Möglichkeiten nutzt kommt mit dem Fahrrad gut voran. Radfahren ist umweltfreundlich und sollte deshalb eigentlich besonders geschätzt werden; Besonders von den Autofahrern, die ja durch die Radfahrer mehr Platz auf den Straßen haben. Leider ist das bei einigen, von denen man dies am ersten erwarten sollte, noch nicht so der Fall. Etwa bei den Grünen. Die hatten vor über einem Jahr bei den Koalitionsverhandlungen einen Fahrradbeauftragten heraus geschlagen. Bisher ist dieser aber noch nicht bestallt und von Verbesserungen für den Radverkehr nichts zu sehen. Dass die Grünen die notorische Autolobby bei der Opposition nicht überzeugen konnte, ist nicht wirklich überraschend. Dass aber die Unterstützung bei den Koalitionären nicht hoch ist, spricht nicht für ihre Überzeugungskraft. Warum nicht mal die Verwaltung direkt angehen? Etwa mit einer Veranstaltung?

Mit der Unterstützung der „Radlerlobby“ ist es leider auch nicht weit her. Der ADFC hat sich kürzlich in einem von der Saarbrücker Zeitung gerne abgedruckten Brief mit Leisetreterei bemerkbar gemacht. Die bedauernswerten Autofahrer könnten oft die Situation der Radfahrer nicht richtig einschätzen. Die Wirklichkeit sieht leider so aus, dass Autofahrer Radfahrer töten und verletzen und nicht umgekehrt. Es wäre richtiger gewesen, diesen Sachverhalt zu betonen, um den Autofahrern die Gefahr von Unaufmerksamkeit oder Rücksichtslosigkeit zu verdeutlichen.

Leider geht auch unser Bundes-Verkehrsminister Ramsauer hier mit schlechtem Beispiel voran. Er nahm sich die sogenannten „Rüpel-Radfahrer“ vor. Derlei Zeitgenossen sind zwar nicht angenehm; Sie verursachen aber bei weitem nicht so viel Schäden wie die Rüpel-Autofahrer. Letztere dürfen mit Unterstützung von höchsten Stellen mit ihren Renn-Limousinen und Renn-Motorrädern auf unseren von
uns allen bezahlten Straßen rasen und immense Schäden verursachen.

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Saarbrücken: Trinkwasser, unsere Saar und die “Stadtmitte”

Zuerst die gute Meldung: Unser Trinkwasser wird in erfreulicher Qualität geliefert. Es ist chemisch und bakteriologisch untadelig und hat einen natürlich-frischen Geschmack. Man kann es aus der Leitung entnehmen und bedenkenlos verwenden, ohne es abkochen zu müssen. Unverständlich also, warum so viele Menschen dennoch Wasser in Flaschen kaufen, vielfach verpackt in gesundheitlich bedenklichem Kunststoff. Die leeren Flaschen landen dann zu allem Überfluss im Abfall. Wasser ist ein empfindliches Gut, will aus Brunnen gefördert und mittels Schutzzonen behütet und in einem ständig unterhaltenen Leitungssystem verteilt und fortlaufend auf seine Qualität überwacht werden. Das alles erfordert viel Umsicht, zumal unser Trinkwasser aus örtlich verschiedenen Brunnen gewonnen wird. Den Mitarbeitern der Stadtwerke gilt unser Dank für ihren Einsatz.
Leider nun aber die schlechten Meldungen zur Saar: Diese ist mit giftigem PCB und Dioxin belastet. Seit weit über einem Jahr gelingt es dem Umweltministerium und dem Landesamt nicht, die Ursachen dieser gefährlichen Verschmutzungen aufzuklären, viel weniger diese abzustellen. Man vernimmt vielmehr nur unverändert die dringende Warnung des Ministeriums, Fische aus der Saar zu verzehren. - In umgekehrtem Verhältnis zu dieser Erfolglosigkeit steht die Hartnäckigkeit, mit der das millionenschwere Bauprojekt “Stadtmitte am Fluss” beworben und gefördert wird. Man kann auf der Seite der Berliner Promenade schon sehr gut das Ergebnis sehen: Die Saar, unser Fluss, ist seiner bis dato wenigstens noch teilweise begrünten Böschung beraubt worden, viele Bäume wurden gefällt und das Flussbett verschmälert und eingemauert: kalt, kahl und kantig, wie es nur PlanerInnen tun können, die wenig auf lebendigem Grün, dafür umso mehr auf der Verwendung von Baustoffen und Beton stehen. Die große Koalition von CDU, SPD, Grünen und Linkspartei befürwortet das alles, weil sie in Saarbrücken ein Prestigeobjekt durchziehen will, koste es, was es wolle. Die grüne Umweltministerin versteigt sich sogar zu der Behauptung, der geplante Autobahntunnel diene dem Hochwasserschutz. Dabei ist das genaue Gegenteil gutachterlich festgestellt. Nur durch aufwändige Abgrabungen bei den Daarler Wiesen soll Retentionsraum für Hochwasser gewonnen werden. Indessen würde dadurch nur ein knapper Ausgleich für den durch Eintunnelung der Autobahn verloren gehenden Stauraum erreicht. Eine wahre Verbesserung des Hochwasserschutzes wäre deshalb nur dann gegeben, wenn diese Abgrabungen zum Istzustand, also ohne Tunnel, den wünschenswerten  *zusätzlichen* Stauraum schaffen. Statt der Propaganda, den die große Koalition der Jasager in Stadtrat und Landtag für das Projekt betreibt, sollten die Bürger befragt werden, ob sie so etwas überhaupt wollen. Warum bekennen sich die Jasager nicht endlich zur Durchführung eines Bürgerentscheids? Direkte Demokratie, ja bitte!!

StadtmitteMai1

StadtmitteMai2

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Presseerklärung Atomausstieg

Der BUND in Saarbrücken äußerte sich zu den Vorfällen im japanischen Atomkraftwerk Fukushima und forderte die Politik auf, den Atomausstieg endgültig und international voranzutreiben. Die Gefährdung durch Kraftwerke in der Region wie Philippsburg, Cattenom, Fessenheim oder Chooz sei nicht länger vertretbar.
Die Ereignisse in Japan zeigten, dass der Mensch auch bei noch so umfangreichen Sicherheitsvorschriften die Vorgänge in einem Kernreaktor nicht unter allen Umständen kontrollieren könne. Es werde in Stellungnahmen oft darauf hingewiesen, dass in diesem speziellen Fall mehrere Ereignisse zusammengekommen seien - ein Erdbeben mit ungewöhnlicher Heftigkeit, ein Tsunami
und schließlich noch der Ausfall der Notstromversorgung. „Zwei dieser Ereignisse treten jedoch an Meeresküsten regelmäßig gemeinsam auf, da ein Tsunami die Folge eines heftigen Erdbebens ist. Dass die Natur Gewalten entwickeln kann, die auch die besten Sicherheitsvorkehrungen aushebeln - damit müssen wir rechnen.“, sagt dazu Andrea Wurm vom BUND Saarbrücken. Die Konsequenz daraus ist für den BUND: „Die Menschheit sollte die Finger von der Atomenergie lassen!“
Dietrich Strohmaier, Sprecher der Ortsgruppe, entkräftet die oft gehörte Rechtfertigung für Atomenergie: „Das Hauptargument der Atomlobby, der angeblich unschlagbar niedrige Preis, sollte angesichts der immensen und kaum bezifferbaren Schäden eigentlich komplett hinfällig geworden sein. Wie gehe ich damit um, dass die derzeitige Mehrheit auch meine Lebensgrundlagen zumindest
gefährdet, wahrscheinlich aber schließlich zerstört? AKWs mit einem Jahrtausende lang strahlenden, lebensgefährdenden Müll dürften keine Betriebserlaubnis bekommen.“
Japan sei weit entfernt, aber auch in unserer unmittelbaren Umgebung gebe es Atomkraftwerke wie beispielsweise Cattenom, so Wurm: „Auch im Saarland besteht ein gewisses Risiko. Hier kommt noch dazu, dass ein deutscher Alleingang dieses Risiko nicht einmal reduziert.“ Daher sei es dringend geboten, dass die Bundesregierung im eigenen Land vorangehe, aber auch ihre Partner in der EU und
weltweit zum Handeln auffordere. Die Entwicklung bei den erneuerbaren Energien zeige, dass in ihnen viel Potential stecke und Deutschland seinem Ruf als technischer und gesellschaftlicher Vorreiter wieder einmal gerecht werde. Dass in den meisten anderen Ländern die Nutzung von Atomenergie ausgesprochen positiv gesehen werde, bedeute umso mehr eine herausragende Rolle der deutschen Politik beim Atomausstieg. „Wir können die Welt voranbringen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Lebensweise für demnächst 9 Mrd. Menschen auf der Erde. Frau Merkel, bitte übernehmen Sie!“, so Wurm.

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Dringend Unterstützung gesucht!

Wir suchen für den Anti-Atom-Montagsspaziergang am kommenden Montag, den 28.3. (und folgende Montage) BUNDler oder andere engagierte Bürger, die das BUND-Banner oder eine Abpfifffahne tragen, den Wagen mit dem Atomfass ziehen, die Beschallungsanlage ziehen, Flugblätter verteilen. Natürlich auch Menschen, die “nur” mitgehen.
Treffpunkt ist ab 17.30 Uhr unterhalb der Schlossmauer Saarbrücken. Ende der Veranstaltung ca. 19.15 Uhr (vor der Europagalerie)
Wer helfen möchte wendet sich bitte umgehend an Petra Petry von der Landesgeschäftsstelle des BUND Saar 0681 813700, petra.petry[AT]bund-saar.de.

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